Der "Venezuela Pivot": Warum die Energiepreise trotz geopolitischer Turbulenzen einbrechen
Der Narrative Flip: Normalerweise, wenn ein Führer einer ölreichen Nation gefangen genommen wird, steigen die Energiepreise in die Höhe. Heute passiert das Gegenteil.
Die Futures für Erdgas sind zu Beginn um -6% gefallen, und der Ölpreis ist unter $57/Fass gefallen und hat Niveaus erreicht, die seit 2021 nicht mehr gesehen wurden. Das ist kein Marktfehler; es ist eine massive Neuberechnung des globalen Angebots.
Warum der Markt optimistisch auf das Angebot ist:
Ende des Engpasses: Der Markt betrachtet die Beseitigung des Maduro-Regimes als das Ende von Jahren der Sanktionen und der "ölschädlichen" Politik.
Die "westliche" Erholung: Investoren rechnen mit der sofortigen Rückkehr von US-Kapital und Technologie (Chevron, ExxonMobil), um die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt wiederherzustellen.
Von Störung zu Rehabilitation: Im Gegensatz zu typischen Konflikten, die drohen, Rohre abzuschalten, wird dieses Ereignis als "Freischaltung" einer massiven Rohstoffquelle angesehen, die seit einem Jahrzehnt offline ist.
Vorhandener Überfluss: Diese Ereignisse treffen einen Markt, der bereits mit hoher Nicht-OPEC-Produktion zu kämpfen hat, und beschleunigen den Abwärtstrend.
Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte wird ein bedeutender Regimewechsel in einer OPEC-Nation als ein Vorteil für das Angebot und nicht als ein Risiko für das Angebot behandelt. Die "Angstprämie" wurde durch einen "Überflussrabatt" ersetzt.
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