Warum ist der Handel so anspruchsvoll?

„Billig kaufen, teuer verkaufen.“ Auf den ersten Blick scheint der Handel recht einfach zu sein. Was macht ihn also so schwierig?

Die wahre Herausforderung liegt in einem weniger diskutierten Konzept, das als Amygdala-Hijacking bekannt ist. Handel und Geld berühren einen grundlegenden Teil unseres Gehirns – die Amygdala, die oft als „Reptilienhirn“ bezeichnet wird. Dieser Bereich löst starke emotionale Reaktionen wie Angst und Freude aus, Instinkte, die mit dem Überleben verbunden sind. Ein erfolgreicher Handel führt oft zu Euphorie und Träumen von Reichtum, während ein Verlust Schmerz, Bedauern und Frustration verursachen kann, was manchmal zu impulsiven, rachsüchtigen Handelsgeschäften führt.

Von außen betrachtet ist es einfach, Strategien vorzuschlagen oder auf Fehler hinzuweisen, ähnlich wie wir Spielern während eines Spiels Ratschläge zurufen. Sobald Sie jedoch aktiv in einen Handel involviert sind, verschwindet diese distanzierte, objektive Sichtweise und wird durch reine Überlebensinstinkte ersetzt. Plötzlich konzentriert sich Ihr gesamter Fokus darauf, wie nah oder fern der Markt von Ihrem Einstiegspunkt ist. Dieser Perspektivwechsel macht es unglaublich schwierig, den Markt klar zu sehen, wenn etwas auf dem Spiel steht.

Um im Handel erfolgreich zu sein, braucht man vor allem Selbstbewusstsein und emotionale Intelligenz. Entgegen der landläufigen Meinung sind hervorragende Mathekenntnisse keine Voraussetzung für den Handel. Der Schlüssel liegt darin, Muster auf dem Markt zu erkennen, was relativ einfach ist. Die wahre Schwierigkeit besteht darin, Ihre Emotionen zu kontrollieren. Interessanterweise besteht das Ziel nicht darin, Ihre Emotionen vollständig zu unterdrücken oder zu ignorieren.

Zu sagen „Hab keine Angst“ ist, als würde man jemandem sagen, er solle beim Anschauen eines Horrorfilms keine Angst haben oder während einer actiongeladenen Szene nicht aufgeregt sein. Stattdessen müssen Sie zuerst die Emotionen verstehen, die aufkommen werden, und sich mental darauf vorbereiten, wenn sie auftauchen. Sobald Sie wissen, was passiert, können Sie mit diesen Emotionen effektiv umgehen. Dies erfordert Übung und Hingabe.

Beim Trading geht es vor allem darum, sich von den Emotionen zu lösen, die beim Beobachten der Höhen und Tiefen des Marktes auftauchen. Es geht darum, allmählich zu erkennen, dass diese Gefühle – ob es nun Verlustangst (im Zusammenhang mit dem Überleben) oder Hoffnung auf Gewinn (im Zusammenhang mit Sicherheit) ist – nicht wirklich bestimmen, was auf dem Markt passiert.

Erfahrene Trader, ob Profis, Einzelhändler oder jeder, der im Laufe der Zeit erfolgreich war, beschreiben das Geldverdienen oft als einen Routineprozess – mechanisch, sogar langweilig. Das liegt daran, dass sie gelernt haben, die intensiven emotionalen Höhen und Tiefen zu neutralisieren, die durch ihre Amygdala ausgelöst werden.

Wenn ein Trader diese ursprüngliche emotionale Reaktion nicht erkennt, wird keine Strategie und keine Ausbildung zu langfristigem Erfolg führen. Viele Trader scheitern nicht, weil es ihnen an Intelligenz oder Fähigkeiten mangelt, sondern weil sie die wahre Ursache ihrer Fehler nicht erkannt oder nicht gelernt haben, wie sie diese beheben können.

Die Entführung der Amygdala ist tief in unserer Biologie verwurzelt und daher schwer zu überwinden – aber nicht unmöglich. Für diejenigen, die bereit sind, tief in die Selbsterkenntnis einzutauchen, bietet diese Reise nicht nur finanzielle Belohnungen, sondern auch persönliches Wachstum. Mit der Zeit werden Sie feststellen, dass Sie sich weniger von dem emotionalen Zwiespalt zwischen Angst und Hoffnung beeinflussen lassen, der so viele betrifft.

#binacetradingso h#USPPIAboveExpectations #10MTradersLeague #fwDETHWhaleUnderAttack #

#10MTradersLeague