😎Behavioral Finance👉 ist ein Forschungsgebiet, das Psychologie und Wirtschaftswissenschaften kombiniert, um zu verstehen, wie psychologische, kognitive und emotionale Faktoren die finanziellen Entscheidungen von Einzelpersonen und Institutionen und damit auch die Finanzmärkte beeinflussen. Es stellt die Annahme der vollkommenen Rationalität wirtschaftlicher Akteure in Frage, die den Kern der klassischen Finanztheorie bildet.

Die wichtigsten Prinzipien der Behavioral Finance:

🙉Kognitive Verzerrungen: Dies sind systematische Denkfehler, die unser Urteilsvermögen und unsere Entscheidungsfindung beeinflussen. Beispiele:

👌Bestätigungs-Bias: Tendenz, Informationen zu suchen und zu interpretieren, die unsere vorbestehenden Überzeugungen bestätigen.

😳Verlustaversion: Der Schmerz eines Verlustes wird intensiver empfunden als die Freude an einem Gewinn gleicher Höhe.

🦄Herdeneffekt: Tendenz, den Handlungen der Mehrheit zu folgen, selbst wenn diese irrational sind.

👌Übermäßiges Vertrauen: Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und der Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen.

🤷Verankerung: Tendenz, übermäßig auf eine erste erhaltene Information (die Anker) zu achten, um Entscheidungen zu treffen.

😳Emotionen: Emotionen wie Angst, Gier, Hoffnung und Bedauern spielen eine wichtige Rolle bei finanziellen Entscheidungen.

🤡Heuristik: Dies sind mentale Abkürzungen, die wir verwenden, um komplexe Entscheidungen zu vereinfachen. Obwohl sie nützlich sind, können sie auch zu Fehlern führen.

💻Framing: Die Art und Weise, wie ein Problem präsentiert wird, kann die Entscheidung beeinflussen.

Die Auswirkungen von Behavioral Finance auf die Märkte:

👉Behavioral Finance erklärt bestimmte Phänomene auf den Finanzmärkten, die durch die klassische Finanztheorie nicht erklärt werden können:

🚀Übermäßige Volatilität: Die Märkte tendieren dazu, stärker zu schwanken, als es die wirtschaftlichen Fundamentaldaten rechtfertigen würden, aufgrund emotionaler Reaktionen der Investoren.

🎅Spekulative Blasen und Börsencrashs: Kollektive Euphorie und Panikangst können zu irrationalen Marktentwicklungen führen.

👀Marktanomalien: Dies sind anhaltende Phänomene, die die Effizienz der Märkte widersprechen, wie der Momentum-Effekt (die Tendenz von Vermögenswerten, sich in die Richtung ihrer jüngsten Bewegung fortzubewegen).

Konkrete Beispiele:

👉Investitionen in Kryptowährungen: Der Kryptowährungsmarkt ist besonders anfällig für Verhaltensbiases aufgrund seiner Volatilität und spekulativen Natur. Die Angst, eine Gelegenheit zu verpassen (FOMO), und der Herdeneffekt können zu irrationalen Käufen führen.

🥶Börsencrashs: Bei Crashs können Panikangst und Verlustaversion die Investoren dazu bringen, massenhaft zu verkaufen, was den Kursverfall verstärkt.

Das Interesse an Behavioral Finance:

⭐Für Investoren: Das Verständnis von Verhaltensbiases ermöglicht es, rationalere Entscheidungen zu treffen und psychologische Fallstricke zu vermeiden.

⭐Für Regulierungsbehörden: Behavioral Finance kann helfen, Politiken zu entwerfen, die darauf abzielen, systemische Risiken im Zusammenhang mit irrationalem Marktverhalten zu begrenzen.

⭐Für Unternehmen: Das Wissen über Verhaltensbiases kann im Marketing und in der finanziellen Kommunikation genutzt werden.

ZUSAMMENFASSUNG: Behavioral Finance bietet eine wertvolle Perspektive, um das Funktionieren der Finanzmärkte und die Entscheidungen der Investoren zu verstehen. Durch die Berücksichtigung psychologischer Faktoren ermöglicht sie einen realistischeren und effektiveren Ansatz für Investitionen.