Inmitten des zunehmend volatilen Kryptowährungsmarktes hat der Skandal um die Münze $LIBRA weitreichende Wellen geschlagen, nachdem der argentinische Präsident Javier Milei wegen Betrugs angeklagt wurde. Laut den Anwälten Jonatan Baldiviezo, Marcos Zelaya, María Eva Koutsovitis und Claudio Lozano sollen Mileis Handlungen eine zentrale Rolle bei einem „Rug Pull“ gespielt haben – einem klassischen Betrugsszenario, das Millionen von Anlegern hohe Verluste bescherte.
Der Start und der plötzliche Absturz
Am Freitag veröffentlichte Javier Milei auf X (ehemals Twitter) einen Beitrag, in dem er für die Münze $LIBRA warb und damit großes Interesse in der Investment-Community weckte. Nur wenige Stunden später wurde sein Beitrag gelöscht, was zu einem Ausverkauf an den Börsen führte und den Wert von $LIBRA in den Keller schickte. Anleger, die den Markt über Dexscreener beobachteten, sahen, wie ihr Kapital „exponiert“ und schnell verschwendet wurde.
Vorwürfe und rechtliche Reaktion
Die Anwälte behaupten, dass Mileis Handlungen gegen das argentinische Gesetz zur öffentlichen Moral verstoßen hätten. „In diesem illegalen Zusammenhang wurde Betrug begangen, bei dem die Handlungen des Vorsitzenden eine wesentliche Rolle spielten“, sagte Jonatan Baldiviezo gegenüber Associated Press. Der Anklage zufolge nutzte Milei seine politische Position und sein Prestige, um den Wert der Vermögenswerte aufzublähen, zog sich dann aber abrupt zurück, wodurch die Anleger unerwartet hohe Verluste erlitten.
Das Büro des Präsidenten gab jedoch umgehend eine Erklärung heraus, in der es jegliches Fehlverhalten bestritt. Der Ankündigung zufolge ist Milei nicht direkt an der Schaffung von $LIBRA beteiligt; Seine Posts waren ausschließlich zur Unterstützung von Startups gedacht und die Löschung des Tweets erfolgte, um übermäßige Spekulationen zu verhindern.
Antworten von Javier Milei und Stakeholdern
Auf der X-Plattform sagte Javier Milei: „Ich kannte die Details dieses Projekts nicht und nachdem ich darüber informiert wurde, habe ich beschlossen, es nicht weiter zu fördern (deshalb habe ich den Tweet gelöscht).“
Außerdem warf er politischen Gegnern vor, den Skandal auszunutzen, um ihn zu diskreditieren.
Darüber hinaus zeigen Online-Dokumente und Aufzeichnungen, dass Javier Milei und mehrere Mitglieder der Verwaltung vor dem Start von $LIBRA Treffen mit Vertretern des KIP-Protokolls hatten – dem Team hinter dem Projekt. Dies wirft weitere Fragen über das Ausmaß seiner Beteiligung an dem Ereignis auf.
Das Antikorruptionsbüro, eine Einheit der Exekutive, hat eine interne Untersuchung eingeleitet und zugesagt, alle gesammelten Informationen an das Justizsystem weiterzuleiten, um zu überprüfen, ob Einzelpersonen oder Organisationen im Zusammenhang mit dem KIP-Protokoll-Projekt gegen das Gesetz verstoßen haben.
Reaktionen vom KIP-Protokoll und Jupiter Exchange
In einem kürzlich veröffentlichten Video kritisierte Hayden Davis, CEO von KIP Protocol, Milei scharf und erklärte: „Trotz anfänglicher Verpflichtungen änderten Milei und sein Team plötzlich ihre Haltung, zogen sich zurück und löschten alle vorherigen Social-Media-Beiträge.“
Laut Davis erschütterte Mileis abrupte Entscheidung das Vertrauen der Anleger und trug zum Zusammenbruch von $LIBRA bei.
Darüber hinaus bestätigte die Kryptowährungsbörse Jupiter Exchange auch, dass einige Mitglieder ihres Teams im Voraus über die Einführung von $LIBRA Bescheid wussten – Informationen, die Kelsier Ventures vor etwa zwei Wochen kommunizierte. Obwohl die Münze bereits vor Erhalt des „Verifiziert“-Abzeichens auf der Plattform einen Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar erreichte, besteht Jupiter Exchange darauf, dass es alle Anschuldigungen des Insiderhandels ernst nimmt. Gleichzeitig sagten sie auch, dass kurz nach der Einführung von $LIBRA Dutzende gefälschte Versionen des Tokens aufgetaucht seien, was die Händler verwirrt habe.
Situation des Reservefonds und Zukunftsaussichten
Trotz des Werteverfalls von LIBRA kontrolliert CEO Hayden Davis immer noch 100 Millionen Dollar aus dem Reservefonds des Projekts. Er sagte, er würde alle gekauften Token reinvestieren und vernichten, um das Vertrauen wiederherzustellen und Transparenz zu gewährleisten.
„Sofern es keine andere gangbare Option gibt, beabsichtige ich, diesen Plan innerhalb der nächsten 48 Stunden umzusetzen“, erklärte Davis und bestritt alle Betrugsvorwürfe. Die alleinige Schuld dafür sei Mileis plötzliche Entscheidung.
Konsequenzen und Lehren für den Markt
Während die rechtlichen Ermittlungen andauern, erleiden Anleger Verluste in Millionenhöhe, was sowohl den Kryptowährungsmarkt als auch die argentinische Politik einer Welle der Kritik aussetzt. Der LIBRA-Skandal stellt nicht nur einen der größten Betrugsfälle in der Branche dar, sondern wirft auch ernste Fragen hinsichtlich der Verantwortung und Transparenz von Führungskräften bei Eingriffen in die Finanzmärkte auf.
Dieser Vorfall dürfte eine wichtige Lehre sein und zeigt, wie wichtig es ist, Anleger vor politischer Manipulation zu schützen und wie wichtig im digitalen Zeitalter ein transparentes und faires Marktmanagementsystem ist.
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