
Jeder möchte wachsen. Jeder möchte die beste Version seiner selbst erreichen. Aber nur sehr wenige tun das wirklich. Nicht weil wir nicht gut genug sind, sondern weil wir nicht den Mut haben, einen einfachen, aber unangenehmen Schritt zu machen: die Komfortzone zu verlassen.
Das Problem liegt nicht in der Fähigkeit. Es liegt daran: Wachstum tut weh. Und Schmerz mögen wir alle nicht.
Phil Stutz und Barry Michels haben in ihrem Buch The Tools sehr klar gesagt: Die Komfortzone lässt dich wohlfühlen, aber sie ist auch das kleine Gefängnis, das dich zurückhält. All die Dinge, die du wirklich begehrst – Selbstvertrauen, Erfolg, Bedeutung, Freiheit – sie liegen nicht in diesem behaglichen Kreis. Sie liegen auf der anderen Seite des Unbehagens.
Stell dir die Komfortzone wie einen kleinen Raum vor. Es gibt einen Kamin, einen bequemen Stuhl, eine Decke, die du seit deiner Kindheit kennst. Warm. Vertraut. Aber zu eng, um dich zu strecken. Zu beengend, um abzuheben. Um zu wachsen, musst du hinausgehen. Du musst der Kälte, der Dunkelheit und den Dingen, die dir Angst machen, begegnen. Und genau dort wartet dein wahres Potenzial auf dich.
Erinnere dich an das erste Mal, als ich vor einer Menschenmenge sprechen musste, das Herz schlug wie ein Trommelschlag, die Hände waren eiskalt, der Mund war trocken und ich sprach stotternd und zitternd. Das war die urzeitliche Angst. Aber nachdem ich sie überwunden hatte, verstand ich eines: Angst ist kein Feind. Sie ist ein Signal. Sie zeigt dir, dass du auf dem Weg zu etwas wirklich Bedeutungsvollem bist.
In dem Buch „The Tools“ gibt es ein extrem verrücktes, aber äußerst effektives Werkzeug, das ich angewendet habe. Das nächste Mal, wenn du dich ängstlich, nervös oder aufgeben möchtest, schreie (wenn du nicht wie ein Verrückter angesehen werden möchtest, kannst du auch im Kopf schreien):
„OK, KOMM HER! ICH LIEBE DEN SCHMERZ! DER SCHMERZ MACHT MICH FREI!“
Es klingt seltsam. Sogar ein wenig verrückt. Aber das ist der Schlüssel: Wenn du deine Sicht auf den Schmerz umkehrst, änderst du das ganze Spiel. Du vermeidest ihn nicht mehr. Du begrüßt ihn. Und wenn du ihn begrüßt, überwindest du ihn schneller, einfacher und wächst nach jedem Konfrontation.
Schmerz ist kein Hindernis. Es ist ein Wegweiser. Jedes Mal, wenn du Angst, Sorge oder Unsicherheit spürst – das ist der Moment, in dem du näher an die neue Grenze deiner Selbst kommst. Drehe dich nicht um. Ziehe dich nicht zurück.
Unbegrenztes Potenzial liegt nicht in diesem warmen Raum. Es liegt draußen, wo du den dunklen Weg gehen musst, um das Licht zu erreichen.
Wagst du den Schritt hinaus? Dein Potenzial wartet dort auf dich – direkt auf der anderen Seite der Angst.