#bitcnews

Bitcoin vs. Ethereum: BlackRocks CIO bricht das Schweigen darüber, welche Krypto-Institutionen tatsächlich wollen

Während die Krypto-Adoption 2025 beschleunigt, zieht der Wettkampf zwischen Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) weiterhin die Aufmerksamkeit sowohl von Einzelhandels- als auch von institutionellen Anlegern auf sich. Während in Krypto-Twitter und Reddit-Threads hitzige Debatten stattfinden, hat eine gewichtige Stimme endlich Stellung bezogen – und das könnte die Diskussion vorerst beenden.

In einem aufschlussreichen Interview im Empire-Podcast sprach Samara Cohen, Senior Managing Director und Chief Investment Officer (CIO) für ETF und Index Investments bei BlackRock, darüber, wie der größte Vermögensverwalter der Welt Bitcoin und Ethereum heute sieht. Spoiler: Es gibt einen klaren Favoriten, und es ist Bitcoin mit großem Vorsprung.

Mit Bitcoin-ETFs und Ethereum-ETFs, die in diesem Jahr Schlagzeilen machen, geben Cohens Kommentare wichtige Einblicke, wie Institutionen wie BlackRock sich in der Krypto-Ökonomie tatsächlich positionieren. Hier ist, was sie zu sagen hatte – und warum es wichtig ist.

---

Warum BlackRock zuerst auf Bitcoin setzte

BTC
BTC
89,377.9
-0.17%

Lass uns ein wenig zurückspulen. Als BlackRock den iShares Bitcoin Trust (IBIT) startete, war es nicht nur ein beiläufiger Vorstoß in die Krypto-Welt. Es war ein kalkulierter, kundenorientierter Schritt, basierend auf harten Daten, Risikomodellen und – entscheidend – steigendem Anlegerinteresse.

„Es waren all diese drei Dinge“, erklärte Cohen und bezog sich auf Investmentthese, Marktbereitschaft und das regulatorische Umfeld. Aber was das Ganze wirklich deutlich machte, war das klare, lautstarke Interesse von BlackRocks riesiger Kundenbasis, die nach sicherem, reguliertem Zugang zu Bitcoin innerhalb ihrer traditionellen Portfolios fragte.

Das war nicht BlackRocks erstes Bitcoin-Rodeo. Bereits 2022 führten sie einen privaten Bitcoin-Trust für institutionelle Anleger ein – ein Testlauf, um die betrieblichen, verwahrenden und Compliance-Herausforderungen bei der Handhabung von Bitcoin in großem Maßstab zu meistern. Laut Cohen war dieser erste Schritt ein Wendepunkt intern, der BlackRock das Vertrauen gab, IBIT auszubauen und schließlich den Markt für digitale Vermögenswerte ETFs zu dominieren.

---

Das überraschende Profil der Bitcoin-ETF-Anleger

Einer der interessantesten Punkte aus Cohens Interview war ihre Aufschlüsselung der Anlegerbasis von IBIT. Ungefähr die Hälfte der heutigen IBIT-Inhaber sind selbstgesteuerte Privatanleger – Menschen, die Brokerage-Konten eröffnet haben, um Bitcoin über ein reguliertes, traditionelles Produkt zu kaufen.

Für viele ist es ihr erstes börsengehandeltes Produkt (ETP), wobei die Knappheitsnarrative von Bitcoin und die Anziehungskraft als Wertspeicher als Magnet wirken. Kurz gesagt, Bitcoin ist zu kryptos digitalem Gold geworden, und die Wall Street hat es endlich anerkannt.

---

Ethereum: Immer noch der Underdog in institutionellen Portfolios

Was ist nun mit Ethereum, dem sogenannten "Weltcomputer" und Kraftzentrum hinter DeFi, NFTs und der Ethereum Virtual Machine (EVM)? BlackRocks Sichtweise ist... vorsichtig.

„Ethereum ist immer noch ein weit entfernter Zweiter“, räumte Cohen ein. Und der Grund ist vielschichtig.

Während Ethereum einige der aufregendsten Teile von Web3 antreibt – von dezentralen Börsen bis hin zu Smart-Contract-Plattformen – ist der Investmentfall für ETH als Token für Institutionen unklarer. Cohen erklärte, dass viele Anleger optimistisch hinsichtlich der Nützlichkeit der Ethereum-Blockchain sind, aber es weniger klar ist, wie sich das in langfristigen, zuverlässigen Wert für ETH selbst übersetzt.

Bitcoin, mit seinem festen Versorgungshöchstwert und vorhersehbarem Ausgabeschema, passt nahtlos in traditionelle Asset-Allokationsmodelle. Der Wert von Ethereum hingegen ist verwickelt mit Netzwerk-Upgrades, Token-Verbrennungen, Schwankungen der Gasgebühren und dem Wettbewerb von anderen Layer-1-Blockchains wie Solana (SOL), Avalanche (AVAX) und Cardano (ADA).

---

Das Datenproblem, das Krypto zurückhält

Ein weiterer Grund für Ethereums langsamere institutionelle Akzeptanz? Der Mangel an standardisierten Daten und Bewertungsrahmen in den Krypto-Vermögenswerten.

Cohen hob ein strukturelles Problem auf den Krypto-Märkten hervor: Metriken wie Cashflow, Governance-Protokolle und Teamtransparenz – Grundpfeiler des Aktieninvestierens – sind in Krypto oft abwesend oder inkonsistent. Das macht es für traditionelle Indexmanager schwierig, die meisten Krypto-Vermögenswerte über Bitcoin hinaus angemessen zu bewerten.

„Wenn ich über Indexierung im Grunde als eine organisierende Technologie für einen Markt nachdenke, wie führst du diese Aufgabe derzeit in Krypto aus?“ fragte Cohen. Es ist eine rhetorische Frage mit einer klaren Implikation: Krypto muss sich ein wenig weiterentwickeln, bevor mehr Institutionen einsteigen.

---

Bitcoins Gewinnformel: Einfachheit, Knappheit und Stabilität

Im Moment hat Bitcoin die Oberhand. Seine fest programmierte Knappheit (21 Millionen Obergrenze), ausgereifte Infrastruktur und konsistente Erzählung als grenzüberschreitender Wertspeicher geben ihm einen einzigartigen Vorteil in institutionellen Portfolios.

BlackRock empfiehlt derzeit eine Portfolioallokation von 1–2 % für Bitcoin für Anleger, die Zugang zu digitalen Vermögenswerten suchen. Warum die Obergrenze? Über 2 % steigt der Beitrag zur gesamten Portfolio-Volatilität exponentiell, warnte Cohen.

Dieser risikoadjustierte Ansatz macht Bitcoin zu einer attraktiven, handhabbaren Ergänzung für Pensionsfonds, Hedgefonds und Vermögensverwalter, die in Krypto einsteigen.

---

Was kommt als Nächstes für Ethereum und Krypto-ETFs?

Ethereum ist noch nicht aus dem Rennen. Mit der fortgesetzten Entwicklung von Layer-2-Skalierungslösungen, dem wachsenden Einfluss von DeFi-Protokollen und einem möglichen Anstieg tokenisierter realer Vermögenswerte (RWAs) könnte ETH im Laufe der Zeit seine Investmentthese stärken.

Aber im Moment, wie Cohen zusammenfasste, "Verstehen, wie man einen Bewertungsrahmen für Ethereum oder einen anderen Token erstellt, wird komplizierter."

Bis diese Rahmenbedingungen entstehen und das Problem der Krypto-Datenstandards gelöst ist, könnte der große institutionelle Moment für Ethereum gerade außerhalb der Reichweite bleiben.

Abschließende Gedanken: Bitcoin führt, Ethereum wartet

Während sich Krypto-Enthusiasten im Einzelhandel darüber streiten, welche Kette "dezentraler" ist oder wer die bessere Roadmap hat, hat der größte Vermögensverwalter der Welt bereits seine Wahl getroffen – zumindest vorerst.

Im Rennen um die institutionelle Krypto-Akzeptanz 2025 führt Bitcoin. Und solange Ethereum seine Erzählung nicht vereinfachen und seine Metriken standardisieren kann, wird es auf dem zweiten Platz bleiben.

Möchtest du mehr Experteneinblicke in Krypto wie diese? Folge uns für die neuesten Informationen zu Bitcoin-ETFs, Marktanalysen für Krypto und den Akteuren, die die Zukunft digitaler Vermögenswerte gestalten.

#Bitcoin #Ethereum #BlackRock #BitcoinETF #KryptoNachrichten #KryptoAdoption #DeFi #KryptoInvesting