Angesichts der eskalierenden Handelskonflikte mit den Vereinigten Staaten hat Japan angedeutet, seine umfangreichen Bestände an U.S. Treasury-Anleihen als strategisches Druckmittel in Verhandlungen über die Zölle von Präsident Donald Trump zu nutzen. Die jüngsten Äußerungen von Finanzminister Katsunobu Kato haben globale Spekulationen über die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen eines solchen Schrittes entfacht, obwohl Tokio es vermieden hat, ausdrücklich zu drohen, seine $1.13 Billionen an U.S. Schulden zu verkaufen.

Eine strategische "Karte" auf dem Tisch

Japan, der größte ausländische Halter von U.S. Treasurys, hat historisch diese Bestände gehalten, um die Liquidität für Yen-Interventionen sicherzustellen. In einem im Fernsehen übertragenen Interview am 1. Mai erkannte Kato jedoch an, dass diese Reserven als diplomatisches Werkzeug dienen könnten: „Wir müssen offensichtlich alle Karten auf den Tisch legen in den Verhandlungen. Es könnte unter solchen Karten sein“. Er betonte, dass die Nutzung dieses Hebels eine separate Entscheidung bleibt, was einen Wechsel von seiner Haltung vom 9. April signalisiert, wo er solche Taktiken ausschloss.

Die Kommentare folgen Trumps Drang nach hohen Zöllen, einschließlich einer 25%-Abgabe auf japanische Autoimporte—ein kritischer Sektor für Japans Wirtschaft. Bei schwächerem Wachstum versucht Tokio, weiteren Druck durch US-Handelspolitiken zu vermeiden.

Handels Spannungen und Markt Nervosität

Der Handelsstreit zwischen den USA und Japan hat sich verschärft, seit Trump Anfang 2025 Zölle auf wichtige Verbündete angekündigt hat. Ein globaler Verkaufsdruck auf Treasurys im April, ausgelöst durch Zolldrohungen, hat Berichten zufolge Washingtons Ansatz bei den Verhandlungen beeinflusst. Analysten spekulieren, dass Japans subtile Drohung darauf abzielt, US-Bedenken über die Stabilität des Anleihemarktes auszunutzen.

Martin Whetton von Westpac bemerkte: „Die Karte früh zu spielen, während der US-Anleihemarkt im Kopf der Regierung ist, ist ein kluger Schachzug. Sie müssen nicht handeln, können aber ihre Verhandlungsposition stärken“. Nomuras Naka Matsuzawa fügte hinzu, dass Japans Treasury-Vorrat als „Trumpfkarte“ fungieren könnte, um US-Forderungen entgegenzuwirken, wie etwa eine erzwungene Yen-Aufwertung

Risiken und Realitäten

Während Japans Treasury-Bestände Spielraum bieten, warnen Experten, dass deren Abstoßung nach hinten losgehen könnte. Ein Feuerverkauf könnte die globalen Märkte destabilisieren, die US-Kreditkosten in die Höhe treiben und Japans verbleibende Bestände entwerten. Nathan Sheets von Citi Research bemerkte: „Die Idee war in der Vergangenheit ein Nicht-Thema, aber die Länder müssen jetzt alle Werkzeuge nutzen“.

Bemerkenswert ist, dass Japans Devisenreserven (1,27 Billionen Dollar) hauptsächlich in Treasurys liegen, und deren Verkauf würde einer Intervention zum Yen-Kauf gleichkommen—ein Schritt, den Kato zuvor als „riskant unabhängig von der Größe“ bezeichnete.

-Fakt vs. Fiktion

Soziale Medienbehauptungen im März 2025 behaupteten fälschlicherweise, Japan habe bereits begonnen, Treasurys abzustoßen. Allerdings zeigen US-Treasury-Daten, dass Japan Anfang 2025 seine Bestände erhöht hat. Katos Bemerkungen spiegeln eher eine Haltung als eine Politik wider, die im Einklang mit Japans breiterer Strategie steht, seine exportabhängige Wirtschaft zu verteidigen, ohne Marktchaos zu provozieren.

-Breitere Auswirkungen

Das Patt verdeutlicht die Fragilität der US-Japan-Beziehungen, die historisch in der Sicherheitszusammenarbeit verankert sind. Gesetzgeber wie der ehemalige Verteidigungsminister Itsunori Onodera warnen, dass Zölle das strategische Einvernehmen gefährden könnten, was China in seiner regionalen Einflussnahme ermutigen könnte.

Wenn die Gespräche Mitte Mai wieder aufgenommen werden, wird Japans Balanceakt—finanzielle Macht nutzen, ohne die Märkte zu destabilisieren—die diplomatische Entschlossenheit beider Nationen auf die Probe stellen. Im Moment bleibt die Treasury-Karte ein symbolischer Akt, aber ihre bloße Erwähnung hebt die hohen Einsätze von Trumps Handelsrisikospiel hervor.

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