Der Handel mit Kerzencharts beinhaltet die Analyse der Preisbewegungen eines Vermögenswerts über einen bestimmten Zeitraum, um informierte Handelsentscheidungen zu treffen. Kerzenständer stellen die Preisbewegungen visuell dar, indem sie die Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurse für einen bestimmten Zeitraum zeigen.Unten finden Sie eine kurze Anleitung, wie Sie mit Handelskerzen arbeiten:
1. Verstehen Sie die Grundlagen der KerzenständerKerzenstruktur:Körper:
Der dicke Teil zeigt den Preisbereich zwischen Eröffnung und Schluss an.Docht (Schatten): Dünne Linien über und unter dem Körper, die die Hoch- und Tiefpreise anzeigen.Bullische Kerze: Schluss ist höher als die Eröffnung (oft grün oder weiß).Bärische Kerze: Schluss ist niedriger als die Eröffnung (oft rot oder schwarz).Zeiträume: Jede Kerze repräsentiert einen bestimmten Zeitraum (z. B. 1 Minute, 1 Stunde, 1 Tag).
2. Lernen Sie wichtige KerzenmusterErkennen Sie Muster, um potenzielle Preisbewegungen vorherzusagen:Einfache Kerzenmuster:Doji: Eröffnung und Schluss liegen sehr nah beieinander und signalisieren Unentschlossenheit (potenzielle Umkehrung).Hammer: Kleiner Körper mit einem langen unteren Docht, oft am Ende eines Abwärtstrends (bullische Umkehrung).Shooting Star: Kleiner Körper mit einem langen oberen Docht, oft am Ende eines Aufwärtstrends (bärische Umkehrung).Mehrere Kerzenmuster:Bullisches Engulfing: Eine kleine bärische Kerze gefolgt von einer größeren bullischen Kerze, die einen potenziellen Aufwärtstrend anzeigt.Bärisches Engulfing: Eine kleine bullische Kerze gefolgt von einer größeren bärischen Kerze, die einen Abwärtstrend andeutet.Morgenstern: Drei Kerzen (bärisch, kleiner Körper, bullisch), die eine bullische Umkehr signalisieren.Abendstern: Drei Kerzen (bullisch, kleiner Körper, bärisch), die eine bärische Umkehr anzeigen.
3. Kombinieren Sie mit Unterstützung und WiderstandUnterstützung: Ein Preisniveau, an dem das Kaufinteresse einen weiteren Rückgang tendenziell verhindert.Widerstand: Ein Preisniveau, an dem der Verkaufsdruck einen weiteren Anstieg tendenziell verhindert.Suchen Sie nach Kerzenmustern in der Nähe dieser Niveaus, um potenzielle Umkehrungen oder Ausbrüche zu bestätigen. Zum Beispiel stärkt ein bullisches Engulfing-Muster auf einem Unterstützungsniveau den Fall für einen Preisrückgang.
4. Verwenden Sie die TrendanalyseAufwärtstrend: Höhere Hochs und höhere Tiefs. Suchen Sie nach bullischen Mustern, um Long-Positionen einzugehen.Abwärtstrend: Niedrigere Hochs und niedrigere Tiefs. Suchen Sie nach bärischen Mustern, um Short-Positionen einzugehen.Seitwärts (Range): Der Preis bewegt sich zwischen Unterstützung und Widerstand. Handeln Sie Umkehrungen an diesen Niveaus oder warten Sie auf einen Ausbruch.Verwenden Sie gleitende Durchschnitte (z. B. 50-Perioden, 200-Perioden), um die Trendrichtung zu bestätigen.
5. Integrieren Sie technische IndikatorenVerbessern Sie die Kerzenanalyse mit Indikatoren:Relative Stärke Index (RSI): Identifiziert überkaufte (>70) oder überverkaufte (<30) Bedingungen, um Umkehrungen zu bestätigen.Gleitender Durchschnitt Konvergenz Divergenz (MACD): Bestätigt die Trendrichtung und das Momentum.Volumen: Hohe Volumen während eines Kerzenmusters (z. B. bullisches Engulfing) erhöht dessen Zuverlässigkeit.
6. Entwickeln Sie eine HandelsstrategieEinstieg: Treten Sie in Trades auf der Grundlage bestätigter Kerzenmuster ein, idealerweise mit Konfluenz von Unterstützung/Widerstand, Trend oder Indikatoren.Beispiel: Treten Sie in eine Long-Position ein, nachdem ein bullisches Engulfing-Muster bei Unterstützung mit hohem Volumen und RSI, der überverkauft anzeigt, aufgetreten ist.Stop-Loss: Legen Sie unter Unterstützung (für Longs) oder über Widerstand (für Shorts) fest, um das Risiko zu begrenzen.Take-Profit: Setzen Sie Ziele am nächsten Widerstand (für Longs) oder Unterstützung (für Shorts) oder verwenden Sie ein Risiko-Ertrags-Verhältnis (z. B. 1:2).Risikomanagement: Riskieren Sie nur 1-2% Ihres Kontos pro Trade, um erhebliche Verluste zu vermeiden.
7. Üben und ZurücktestenVerwenden Sie ein Demokonto, um Muster zu erkennen und Trades auszuführen.Testen Sie Ihre Strategie anhand historischer Daten, um ihre Wirksamkeit zu bewerten.Führen Sie ein Handelstagebuch, um Muster, Ergebnisse und Lektionen festzuhalten.
8. Häufige Fehler, die zu vermeiden sindÜberhandel: Handeln Sie nicht jede Kerze; warten Sie auf hochwahrscheinliche Setups.Ignorieren des Kontexts: Ein Muster allein ist nicht genug; bestätigen Sie mit Trends, Volumen oder Indikatoren.Schlechtes Risikomanagement: Verwenden Sie immer Stop-Loss und vermeiden Sie es, zu viel Kapital zu riskieren.
9. Werkzeuge und PlattformenVerwenden Sie Charting-Plattformen wie TradingView, MetaTrader oder ThinkorSwim, um Kerzenständer zu analysieren.Setzen Sie Warnungen für wichtige Preisniveaus oder Muster, um informiert zu bleiben.
10. Kontinuierlich lernenStudieren Sie fortgeschrittene Muster (z. B. Drei schwarze Krähen, Inside Bar), während Sie Erfahrung sammeln.Verfolgen Sie Marktnachrichten auf Plattformen wie X, um externe Faktoren zu verstehen, die die Preisbewegung beeinflussen.