#PowellRemarks Die jüngsten Aussagen des Federal Reserve unterstreichen, dass die Zentralbank bei zunehmendem politischem Druck fest entschlossen ist, ihren Ansatz des „Abwartens und Beobachtens“ beizubehalten, um ihre Unabhängigkeit zu wahren, und dass sie ihrem festen Ziel der „maximalen Beschäftigung“ und Preisstabilität treu bleibt. In der Erklärung der Kommission, die nach ihrem Treffen am 18. Juni 2025 veröffentlicht wurde, betonte sie, dass sie den Verlauf der wirtschaftlichen Daten sorgfältig überwachen wird, bevor sie eine Änderung der Zinssätze vornehmen wird, und erinnerte daran, dass die Fähigkeit der Entscheidungsträger, auf genaue und umfassende Daten zuzugreifen, eine „öffentliche Güte“ ist, die für die Analyse zukünftiger Risiken und Herausforderungen unverzichtbar ist (federalreserve.gov, reuters.com).
Die neuesten Prognosen der Ausschussmitglieder (Dot Plot) zeigen eine zunehmende Besorgnis über das Szenario eines „inflationsbedingten Abschwungs“: Der Federal Reserve hat seine Inflationsprognose für Ende 2025 von zuvor 2,7 % auf 3 % angehoben und erwartet zudem, dass die Arbeitslosenquote auf 4,5 % steigen wird, verglichen mit den derzeitigen 4,2 %. Gleichzeitig sehen die meisten Teilnehmer weiterhin Raum für insgesamt zwei Zinssenkungen à 25 Basispunkte im Jahr 2025. Doch die unterschiedlichen Ansichten zwischen „vorsichtigen“ Mitgliedern, die keinen Zinssenkungsbedarf sehen, und „Befürwortern einer Lockerung“, die moderatere Schritte unterstützen, spiegeln die Sorge des Federal Reserve wider, zwischen Risiken und Chancen abzuwägen (investopedia.com, reuters.com).
Wirtschaftlich zeigte die Daten für Mai 2025, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) langsamer anstieg als erwartet, was ein willkommener Hinweis darauf ist, dass die Inflation sich dem Ziel des Federal Reserve von 2 % annähert. Gleichzeitig schuf die US-Wirtschaft 139.000 neue Arbeitsplätze, während die Arbeitslosenquote bei 4,2 % stabil blieb – ein Zeichen für die Stärke des Arbeitsmarktes, trotz einer Verlangsamung der Beschäftigungsentwicklung im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten (jpmorgan.com, bls.gov).
Heute beobachten die Anleger die Auswirkungen von Powell's Aussagen auf die Finanzmärkte sehr genau, da seine Äußerungen über die „Unschärfe“ der wirtschaftlichen Erwartungen und die Verschiebung einer möglichen Zinssenkung bis September zu einer Spannungssituation bei den Marktteilnehmern geführt haben. Dabei wächst die Unsicherheit über den Einfluss der Zollerhöhungen auf sensible Sektoren und die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Staatskasse in den kommenden Monaten weiter unter Druck gerät. Der Federal Reserve wendet sich nun zunehmend auf die Inflationsdaten des dritten Quartals und dem nächsten Treffen im September, um klarere Hinweise auf den zukünftigen Kurs der Geldpolitik zu geben (economictimes.indiatimes.com, m.economictimes.com).

