Hochfrequenz- oder "schneller" Handel bezieht sich auf Handelsstrategien, die Tausende bis Millionen von Aufträgen in Bruchteilen einer Sekunde ausführen. Durch den Einsatz leistungsstarker Algorithmen und kolokierter Server – oft physisch in der Nähe von Börsendatenzentren platziert – minimieren diese Systeme die Latenz, um Geschwindigkeitsvorteile zu erzielen (wired.com).

Die Infrastruktur für schnellen Handel hängt von drei Kernelementen ab: ultra-niedrig-latente Netzwerke (wie Glasfaser- oder Mikrowellenverbindungen), kolokierte Rechenzentren und fortschrittliche algorithmische Strategien, die von statistischem Arbitrage bis hin zu maschinellem Lernen reichen. Indem sie von kleinen Preisunterschieden zwischen den Märkten profitieren, können Unternehmen des Hochfrequenzhandels Gewinne durch schiere Menge statt durch große Margen erzielen.

Während der Hochfrequenzhandel die Liquidität erhöht und die Geld-Brief-Spannen verengt, zieht er auch Kritik auf sich. Ereignisse wie der "Flash Crash" von 2010 verdeutlichen, wie schnelle Auftragsstornierungen und das Füllen von Angeboten die Märkte innerhalb von Sekunden destabilisieren können (wired.com, investopedia.com). Dies hat die Aufsichtsbehörden dazu veranlasst, die Praktiken des HFT zu überprüfen und Reformen vorzuschlagen.

Kurz gesagt, "schneller Handel" gestaltet moderne Märkte durch technologische Innovation um – steigert die Effizienz, stellt jedoch die Stabilität und Fairness in Frage.

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