Die meisten der im Umlauf befindlichen Stablecoins – wie USDC und USDT – sind durch Fiat-Reserven gedeckt und werden von zentralisierten Organisationen ausgegeben. Dieses Modell war entscheidend für die Förderung der breiten Akzeptanz. Dennoch bindet es Stablecoins auch an alte Systeme: regulierte Verwahrkonten, potenzielle Interventionspunkte und zentrale Kontrolle über das Einfrieren oder Blockieren von Geldern.
Während diese Einschränkungen im traditionellen Finanzwesen sinnvoll sind, stehen sie fundamental im Widerspruch zur aufkommenden Realität des Maschinen-zu-Maschine (M2M) Handels. Autonome Agenten haben keine Bankkonten oder arbeiten nach den Zeiten von Bankern. Sie funktionieren in dezentralen Ökosystemen, die ununterbrochenen Zugang zu flüssiger, programmierbarer Währung erfordern, ohne auf einen Menschen angewiesen zu sein, der jede Transaktion genehmigt.
Selbst algorithmische Stablecoins, die entwickelt wurden, um einige dieser Probleme anzugehen, haben Herausforderungen gegenübergestanden. Der Zusammenbruch von Terras UST verdeutlichte, wie fragil übermäßig komplexe oder schlecht besicherte Systeme sein können. Für Maschinen, die autonom operieren, muss Zuverlässigkeit von Grund auf eingebaut werden, ohne einzelne Fehlerquellen.
Maschinen benötigen Geld, das für ihre Welt entworfen ist.
Maschinenagenten nehmen zunehmend an verschiedenen wirtschaftlichen Aktivitäten teil, einschließlich der Vermietung von Rechenleistung, dem Handel mit digitalen Vermögenswerten und der Lizenzierung von Daten. Damit diese Anwendungen skalieren können, benötigen sie eine Form von Währung, die vertrauenslos, zensurresistent und vollständig on-chain ist, sodass Smart Contracts direkt damit interagieren können, ohne auf einen zentralen Vermittler angewiesen zu sein.
Mit anderen Worten, die ideale Finanzinfrastruktur für autonome Systeme sollte mehr wie ein primitives Betriebssystem funktionieren: immer zugänglich, transparent und von Grund auf programmierbar.
Dezentralisierte KI-Marktplätze entstehen bereits, die es Agenten ermöglichen, Dienstleistungen automatisch zu kaufen und zu verkaufen. Da Prognosen darauf hindeuten, dass die KI-Wirtschaft innerhalb des nächsten Jahrzehnts 230 Milliarden Dollar überschreiten könnte, wird der Bedarf an stabilen, maschinenkompatiblen Währungen nur intensiver.
Politische Vorsicht könnte Innovationen zurückhalten.
In den Vereinigten Staaten haben die Gesetzgeber Fortschritte in Richtung klarerer Vorschriften gemacht, wobei Gesetze wie der GENIUS Act Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte skizzieren. Aber viele dieser Bemühungen spiegeln das traditionelle Bankmodell wider – sie priorisieren Sicherheit und Vertrautheit über Experimentierfreudigkeit. Das Ergebnis ist etwas wie eine globale Banking-App: langsam, risikoscheu und nicht besonders gut geeignet für die Anforderungen autonomer Finanzen.
Dieser Ansatz lässt wenig Raum, um innovative Formen von programmierbarem Geld zu erkunden oder um dezentrale, projektbasierte Stablecoins zu schaffen, die sich an verschiedene Ökosysteme anpassen können.
Wenn dezentrale Netzwerke ihre stabilen Vermögenswerte ausgeben können – besichert durch ihre nativen Token – entstehen starke Anreize und Rückkopplungsschleifen. Benutzer erhalten ein stabiles Tauschmittel, Projekte können Kosten decken, ohne ständig ihre Tresore zu liquidieren, und der Wert bleibt im Ökosystem, anstatt herauszufließen.
Eine neue Ära der ökosystemgebundenen Stablecoins.
Die Dynamik wächst hinter dem, was man als maschinennative Stablecoins bezeichnen könnte: digitale Vermögenswerte, die ausdrücklich dafür entworfen wurden, autonome Agenten und dezentrale Protokolle zu bedienen. Diese Token sind typischerweise durch dezentrale Reserven besichert, werden über Smart Contracts ausgegeben und sind tief in die Kernprotokolloperationen integriert.
Dieses Modell verwandelt M2M-Zahlungen in sich selbst verstärkende Wirtschaftssysteme. Wenn Mitwirkende in stabilen Vermögenswerten bezahlt werden, die durch den Wert des Protokolls gedeckt sind, verringert sich der Verkaufsdruck auf native Token, und das Netzwerk wird nachhaltiger.
Es geht nicht darum, Fiat-Währungen vollständig zu eliminieren – es geht darum, eine neue Klasse programmierbarer Währungen zu erschließen, die nächste Generation von Anwendungen unterstützen kann, einschließlich verteilter Rechenmärkte, Transaktionen von Agent zu Agent und autonome Bereitstellung von Dienstleistungen.
Maschinen verdienen ihr eigenes Geld.
Der Sektor der Stablecoins hat sich in bemerkenswerter Geschwindigkeit entwickelt. Aber seine grundlegenden Annahmen drehen sich immer noch um menschliche Benutzer – unser Verhalten, unsere Aufsicht und unsere Prioritäten. Wenn wir uns auf eine Zukunft zubewegen, in der autonome Agenten unabhängig transagieren, müssen sich diese Annahmen ändern.
Finanzen beschränken sich nicht mehr nur auf Peer-to-Peer-Interaktionen. Es geht zunehmend um Maschinen-zu-Maschinen-Wirtschaften, und wenn wir ihr Potenzial ausschöpfen wollen, benötigen wir Stablecoins, die ausdrücklich für diesen Zweck entwickelt wurden – Währungen, auf die Maschinen sich verlassen, mit denen sie integrieren und die sie skalieren können.
#crypto #Stablecoins #WWP #Winwinpay