#TrumpTariffs Märkte: Bedingte Stabilität vs. aufziehende Stürme

1. Aktien: Kurzfristige Erholungen (S&P 500 +10% seit April) spiegeln die Optimismus der Anleger über Tarifkompromisse und starke US-Nachfrage wider. Allerdings könnten die Q2-Gewinne (ab 15. Juli) Margendruck offenbaren, da Unternehmen die Tarifkosten absorbieren, wobei das EPS-Wachstum von 12% im Q1 auf 4% zurückgehen soll.

2. Globale Volatilität: Die Frist am 9. Juli für Handelsabkommen könnte Turbulenzen auslösen, wenn die Zölle 10-20% überschreiten. Widersprüchliche Signale (z.B. Drohungen mit 70%-Sätzen) und begrenzte Abkommen (bislang nur UK/Vietnam/China) verstärken die Unsicherheit. Der Rückgang des Dollars um 11% im H1 2025—der schlimmste seit 1973—signalisiert ein erodiertes Vertrauen.

3. Wachstumsrisiken: Anhaltende Zölle könnten das US-BIP um 0,5-0,9% und das globale BIP um bis zu 1% reduzieren, während inflationsbedingte Druck bestehen bleibt, da die Bestände abnehmen.

₿ Krypto & Risikoanlagen: Divergierende Druckverhältnisse

- Bitcoin fungierte anfangs als Zolldämpfer (26% YTD gestiegen mit Gold), korreliert jedoch jetzt enger mit Risikoanlagen wie Tech-Aktien. Jüngste Verkaufswellen stimmen mit dem Rückgang der Aktien überein und spiegeln seine doppelte Rolle als liquiditätsempfindliches Asset wider.

- Breitere Risikoanlagen (z.B. Tech-Aktien) bleiben anfällig, wenn sich die Zölle beschleunigen und die Fed-Zinssenkungen vorantreiben, obwohl die aktuelle Preisgestaltung nur zwei Zinssenkungen im Jahr 2025 vorschlägt.

💎 Fazit

Die Märkte könnten Gewinne halten, wenn die Zollraten um 10% stabil bleiben, doch eine Eskalation über den 1. August hinaus birgt das Risiko von Volatilität durch:

- Störungen der Lieferkette (Auto-Preise bereits +8,4%)

- Vergeltungsmaßnahmen (z.B. EU/Indien-Reaktionen)

- Herabstufungen der Unternehmensgewinne

Krypto könnte sich als Inflationsschutz entkoppeln, wenn die Dollar-Schwäche anhält, bleibt jedoch kurzfristig an die Risiko-Stimmung gebunden.