Kurzer Überblick

Die Große Depression war ein massiver globaler wirtschaftlicher Zusammenbruch, der 1929 begann und bis in die späten 1930er Jahre andauerte.

Es begann mit dem Crash des US-Aktienmarktes und wurde durch Bankenpleiten, Handelsbeschränkungen und sinkende Verbraucherausgaben verschärft.

Regierungsmaßnahmen wie der New Deal in den USA und die erhöhte Kriegsproduktion halfen, die Volkswirtschaften aus der Krise zu ziehen.

Die Depression führte zu wesentlichen Veränderungen in der Art und Weise, wie Regierungen die Wirtschaftspolitik handhaben und ihre Bürger schützen.

Was war die Große Depression?

Die Große Depression war nicht nur eine schwere Zeit – sie war die schwerste Wirtschaftskrise, die die Welt je gesehen hat. Über ein Jahrzehnt lang sahen sich die Menschen in vielen Ländern extremen Schwierigkeiten gegenüber: Arbeitsplätze verschwanden, Banken brachen zusammen, und Familien kämpften ums Überleben. Die Auswirkungen waren so tiefgreifend, dass sie für immer die Denkweise der Regierungen über Geld, Handel und öffentliche Unterstützung veränderten.

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Was löste die Krise aus?

Es gab nicht die eine Ursache – viele verschiedene Probleme kamen zusammen, um die Katastrophe auszulösen.

1. Aktienmarktcrash von 1929

Am 29. Oktober 1929 – bekannt als Schwarzer Dienstag – brach der US-Aktienmarkt zusammen. Über Jahre hatten Investoren Geld in Aktien gesteckt, in der Hoffnung auf große Gewinne. Doch vieles davon basierte auf Spekulation, und die Preise wurden unrealistisch. Als das Vertrauen sank, übernahm Panikverkäufe die Kontrolle, und der Markt brach zusammen. Millionen verloren innerhalb weniger Tage ihre Ersparnisse.

2. Bankenpleiten

Als die Angst sich ausbreitete, drängten die Menschen darauf, Geld von ihren Banken abzuheben. Viele Banken hatten nicht genug Bargeld zur Verfügung und mussten schließen. Ohne Banken konnten Unternehmen nicht Kredite aufnehmen, und die Menschen konnten nicht auf ihr Geld zugreifen – was zu einem Stopp der Ausgaben und mehr Unternehmenspleiten führte.

3. Zusammenbruch des globalen Handels

Länder versuchten, ihre eigenen Industrien zu schützen, indem sie Steuern auf importierte Waren erhöhten. In den USA war dies als Smoot-Hawley-Tarif bekannt. Doch diese Maßnahmen schlugen fehl. Andere Länder reagierten mit eigenen Zöllen, und der Welthandel brach drastisch ein, was die Krise überall vertiefte.

4. Rückgang von Ausgaben und Investitionen

Als Arbeitsplätze verschwanden und Geld knapp wurde, hörten sowohl Unternehmen als auch Haushalte auf auszugeben. Fabriken verlangsamten sich, Geschäfte schlossen und Investitionen trockneten aus. Die Wirtschaft geriet in eine Abwärtsspirale, aus der es scheinbar unmöglich war, zu entkommen.

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Wie es die Welt beeinflusste

Weit verbreitete Arbeitslosigkeit

In vielen Orten war jeder vierte Mensch arbeitslos. Diejenigen, die ihren Job behielten, sahen sich oft Lohnkürzungen oder schlechten Arbeitsbedingungen gegenüber. Familien hungerten, und Obdachlosigkeit nahm zu.

Schließungen von Unternehmen und Bauernhöfen

Tausende von Unternehmen, von Fabriken bis zu Bauernhöfen, schlossen. Die Landwirte wurden besonders hart getroffen – sie konnten ihre Ernte nicht zu Preisen verkaufen, die die Kosten deckten, und viele verloren ihr Land.

Soziale und politische Veränderungen

Die Depression war nicht nur wirtschaftlich – sie formte auch Gesellschaften neu. In einigen Ländern wandten sich die Menschen neuen politischen Ideen zu, einschließlich extremer Ideen, in der Hoffnung auf Lösungen. Während demokratische Länder Reformen einführten, erlebten andere den Aufstieg autoritärer Führer.

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Schritte zur Erholung

Es gab keine schnelle Lösung. Es dauerte Jahre an Mühe und mehrere wesentliche Veränderungen, um schließlich aus der Krise zu entkommen.

Regierungsintervention

In den Vereinigten Staaten startete Präsident Franklin D. Roosevelt einen mutigen Plan namens New Deal. Dieses Programm umfasste arbeitsplatzschaffende öffentliche Projekte, Reformen zur Stabilisierung des Bankensystems und neue Schutzmaßnahmen für Arbeiter. Andere Länder folgten mit eigenen Bemühungen, die Beschäftigung zu fördern und soziale Unterstützung bereitzustellen.

Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs

Ironischerweise war es der Zweite Weltkrieg, der half, die Große Depression zu beenden. Der Bedarf an Waffen, Fahrzeugen und Versorgungsgütern führte zu einem Anstieg der Produktion und Beschäftigung. Fabriken erwachten zu neuem Leben, und Regierungen pumpten Geld in ihre Volkswirtschaften, um die Kriegsanstrengungen zu unterstützen.