#StablecoinLaw Der Markt für Krypto ist gerade in eine weitere Phase strenger Regulierung eingetreten. In den Vereinigten Staaten verpflichtet der neu genehmigte GENIUS Act jede dollarbesicherte Stablecoin, 1-zu-1-Reserven zu halten, regelmäßige Prüfungen zu veröffentlichen und der bundesstaatlichen sowie staatlichen Aufsicht zuzustimmen. Der Vorschlag – der bereits beide Kammern des Kongresses passiert hat – geht zur Präsidentsignatur und schafft den ersten nationalen Rechtsrahmen für bank- und nicht-bankmäßige Emittenten.
In der Europäischen Union ist das MiCAR seit dem 30. Juni 2024 für Stablecoins in Kraft: Nur Banken und elektronische Geldinstitute dürfen an Fiat-Währungen gebundene Tokens ausgeben; wer dies nicht einhält, könnte gezwungen sein, den Token vom europäischen Markt zurückzuziehen. Die Regeln verlangen eine monatliche Offenlegung der Reserven, unabhängige Prüfungen und Volumenobergrenzen für „signifikante“ Stablecoins.
In Brasilien, wo etwa 90 % des Krypto-Flow bereits in Stablecoins erfolgt, bereitet die Zentralbank ein Paket für 2025 vor, das strikte KYC/AML-Anforderungen, steuerliche Berichterstattung und zusätzlichen Verbraucherschutz verlangen soll – ein Schritt, der als entscheidend angesehen wird, um internationale Zahlungen und den lokalen Handel zu legitimieren.
Die Botschaft ist klar: Wer Stablecoins ausgibt oder verwendet, muss verstehen, dass Compliance ein Überlebensfaktor geworden ist. Für uns Nutzer bringt diese Regulierung mehr Transparenz, ein geringeres Risiko eines Zusammenbruchs wie bei TerraUSD und eröffnet Türen für ernsthafte institutionelle Adoption. Es bedeutet jedoch auch, dass „stabil“ nicht mehr gleichbedeutend mit Informalität ist: Gebühren können steigen und Offshore-Emissionen laufen Gefahr, eingeschränkt zu werden.
Haben Sie bereits überprüft, wo Sie Ihre Stablecoins aufbewahren? Es ist an der Zeit zu prüfen, ob der Emittent die neuen Vorschriften einhält – bevor die Tür endgültig zuschlägt.