Die aggressive Investition von Amazon in künstliche Intelligenz hat Wall Street bislang nicht überzeugt. Trotz des KI-Hypes, der die Aktien im Technologiesektor anhebt, sind die Amazon-Aktien im Jahr 2025 nur um 3% gestiegen – und bleiben damit hinter dem Anstieg von 7% des S\u0026P 500 zurück und weit hinter Metas 20% Zuwachs.
Während KI in diesem Jahr klare Gewinner hervorgebracht hat, scheint Amazon im Mittelfeld festzustecken. Frühere Bedenken über billige chinesische KI-Modelle, die den Markt überschwemmen, haben die Aktien kurzzeitig gedrückt, aber die Stimmung hat sich seitdem erholt. Microsoft, Meta und Nvidia haben das Wachstum des S\u0026P 500 angekurbelt, während langsamere Akteure wie Apple ins Straucheln geraten sind.
Warum hat die KI-Strategie von Amazon die Investoren nicht beeindruckt?
Laut Janus Henderson Portfolio-Manager Brian Recht berücksichtigt der Markt noch nicht das KI-Potenzial von Amazon. „Die Investoren wollen sehen, ob Amazon tatsächlich die Rentabilität verbessern kann“, sagt er. „Aber wir denken, dass der Beweis von Quartal zu Quartal klarer werden wird.“
Cloud gedeiht, Einzelhandel kämpft
Amazons vielfältiges Portfolio – das Cloud-Computing, Werbung und Einzelhandel umfasst – hilft normalerweise, das Geschäft zu stabilisieren. Aber im Jahr 2025 lasten Zölle schwer auf dem Kerngeschäft im E-Commerce, das immer noch den Großteil des Umsatzes generiert.
Unterdessen bleibt Amazon Web Services (AWS das Kronjuwel. Die Nachfrage steigt, da Unternehmen eilen, um KI-Modelle in der Cloud zu trainieren und auszuführen. Dieses Spotlight auf AWS hat Amazons kämpfende Online-Shopping-Einheit in den Hintergrund gedrängt – aber das Management sagt, dass KI in beiden Bereichen große Gewinne bringen könnte.
KI wird bereits integriert, um Werbung zu optimieren, Einkaufsempfehlungen zu personalisieren und die Logistik in Lagern zu rationalisieren. Amazons neuer KI-unterstützter Einkaufsassistent „Rufus“ hilft Benutzern, Preise zu vergleichen, Zusammenfassungen von Bewertungen zu lesen und bessere Kaufentscheidungen zu treffen.
Große Ausgaben, größere Erwartungen
Alle Augen sind auf Amazons Q2-Ergebnisse gerichtet, die für den 31. Juli angesetzt sind. Analysten erwarten einen Gewinn von 1,32 $ pro Aktie bei einem Umsatz von 162 Milliarden $ – ein Anstieg von 4 % und 9 % im Vergleich zum Vorjahr.
Amazon investiert viel Geld in seine Zukunft. Mit Investitionen, die in diesem Jahr voraussichtlich 104 Milliarden Dollar erreichen werden – die höchste im S&P 500 – setzt das Unternehmen massive Wetten auf KI-Infrastruktur, einschließlich 30 Milliarden Dollar, die für neue Rechenzentren in Pennsylvania und North Carolina vorgesehen sind.
Das Unternehmen kürzt auch die Mitarbeiterzahl, insbesondere im Cloud-Bereich, während es sich auf Automatisierung und Effizienz konzentriert. CEO Andy Jassy hat eine schlankere Zukunft signalisiert, in der KI repetitive Arbeiten reduziert und die Produktivität steigert.
Roboter & Einzelhandel: Ein verborgener Vorteil?
Im Juni begann Amazon Berichten zufolge mit Tests humanoider Roboter, die dafür konzipiert sind, Hindernisparcours in Lagern zu bewältigen. Laut Bank of America könnte diese Art von Automatisierung dem Unternehmen bis 2032 über 7 Milliarden Dollar jährlich sparen.
Analysten von Morgan Stanley haben kürzlich Amazons Einzelhandelsabteilung als „den am meisten unterschätzten GenAI-Begünstigten“ im Technologiebereich bezeichnet. Die Strategin von BCA Research, Irene Tunkel, stimmt zu und bemerkt, dass KI und Robotik die Produktivität in Lagern erheblich steigern und die knappen Einzelhandelsmargen schützen können. Sie sieht die Rückflüsse in den nächsten 5 bis 10 Jahren eintreten – und glaubt, dass Amazons frühe Investitionen ihm einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Ob der Markt diese Führungsposition anerkennt, könnte von dem bevorstehenden Gewinnbericht des Unternehmens abhängen.

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