Die digitale Finanzszene Südkoreas kommt in Schwung, da KakaoBank, die Bankensparte von Kakao Corp, den Stablecoin-Markt ins Visier nimmt. Während des Gewinnaufrufs für das erste Halbjahr 2025 kündigte CFO Kwon Tae-hoon an, dass KakaoBank „aktiv die Ausgabe und Verwahrung von Stablecoins prüft“ – und plant, eine führende Rolle im wachsenden digitalen Vermögensökosystem zu spielen.

Die Dynamik von Stablecoins beschleunigt sich in Südkorea

Kakaos Stablecoin Task Force, unterstützt von KakaoPay und anderen wichtigen Partnern, leitet die Initiative. Der Schritt folgt der Wahl des pro-Krypto-Präsidenten Lee Jae-myung im Juni und dem Bestreben seiner Regierung, die Legalisierung von Stablecoins voranzutreiben.

KakaoBank hat im Juni gemeins mit dem Wettbewerber KB Kookmin Bank Markenrechte im Bereich Stablecoins angemeldet und schließt sich damit acht weiteren südkoreanischen Banken an, die bis 2026 eine wonbasierte Stablecoin auf den Markt bringen wollen. KakaoBanks Erfahrung mit digitalen Vermögenswerten umfasst die Integration von Wallets, die Ausstellung von Namenskonten für Börsen sowie die Teilnahme am CBDC-Pilotprojekt der Bank von Korea.

Bis März 2025 verfügt KakaoBank über 25,86 Millionen Nutzer – etwa die Hälfte der südkoreanischen Bevölkerung – und verwaltet über 46 Milliarden US-Dollar an Vermögen.

Markt- und globale Kontext

Die Anzahl der Nutzer von Kryptobörsen in Südkorea hat 16 Millionen überschritten und gewinnt seit dem Wahlsieg von Trump in den USA an Dynamik. Früher führte KakaoBanks Anmeldung im Bereich Stablecoins zu einem Anstieg der Aktien um 19 Prozent. In jüngster Zeit verzeichnete der Kurs jedoch nur eine geringfügige Steigerung um 0,93 Prozent – was darauf hindeutet, dass die Erwartungen der Investoren abgeflacht sind.


[Weekly Blockchain] KakaoBank kündigt offiziellen Eintritt in den Stablecoin-Markt an

KakaoBank, eine Finanztochtergesellschaft von Kakao, hat ihre Pläne zur Markteinführung von Stablecoins offiziell bekanntgegeben. Laut einer Berichterstattung von ZDNet Korea vom vergangenen Tag erklärte KakaoBank in einem Konferenzcall zur Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse 2025, dass sie verschiedene Maßnahmen wie die Emission von Stablecoins und Custody-Dienstleistungen (Aufbewahrung) prüfen und sich aktiv am Ökosystem digitaler Vermögenswerte beteiligen werde.

Kakao-Stablecoin-TF wird offiziell aktiviert

Das aktuelle Projekt wird von der Stablecoin-Taskforce (TF) von Kakao geleitet, an dem auch hochrangige Führungskräfte aus Tochtergesellschaften wie KakaoPay beteiligt sind. KakaoBanks CFO, Kwon Tae-hoon, erklärte: „In den letzten drei Jahren haben wir umfassende Erfahrungen im Bereich digitaler Vermögenswerte gesammelt, darunter die Ausstellung von Namenskonten, die Verbindung mit Kryptowährungsbörsen sowie die Teilnahme am Pilotprojekt der Zentralbank für digitale Währungen (CBDC)“. Damit legte er die Grundlage für den offiziellen Eintritt in das Stablecoin-Geschäft dar.

Insbesondere meldete KakaoBank am 23. Juni gemeinsam mit KB Financial Group, der Korea National Bank, Markenrechte im Bereich Stablecoins an. Dies hat besondere Bedeutung, da dies zeitlich mit der laufenden Initiative der südkoreanischen Regierung zur Gesetzgebung für die Legalisierung von Stablecoins zusammenfällt.

Derzeit zielen neun führende Banken in Südkorea darauf ab, bis 2026 Stablecoins, die auf den südkoreanischen Won basieren, herauszubringen, und KakaoBank ist nun vollständig in diesen Wettbewerb eingestiegen.

2,586 Millionen Nutzerbasis… aufbauend auf der Verbreitung von Kryptowährungen

KakaoBank verfügt zum März 2025 über etwa 25,86 Millionen Nutzer, was etwa die Hälfte der Bevölkerung Südkoreas (51,7 Millionen) ausmacht. Das verwaltete Vermögen beträgt rund 46,4 Milliarden US-Dollar und hat in den letzten Jahren ein kontinuierliches Wachstum gezeigt.

Zudem hat die Anzahl der Nutzer von Kryptowährungsbörsen in Südkorea mittlerweile 16 Millionen überschritten, was mehr als 30 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Dies unterstreicht die breite Akzeptanz und Nachfrage der Bevölkerung für Stablecoins.

Die Aktienreaktion war begrenzt

Die Pläne von KakaoBank, in den Bereich der Stablecoins einzusteigen, hatten bereits einen gewissen Einfluss auf den Aktienkurs. Bei der vorherigen Markenanmeldung stieg der Kurs von 22,6 auf 27 Dollar – eine Steigerung um rund 19,3 Prozent. Nach der aktuellen Ankündigung lag der Anstieg jedoch nur bei 0,93 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass der Markt den Bericht bereits teilweise berücksichtigt hat.

Vergleich mit globalen Entwicklungen im Bereich Stablecoins

In letzter Zeit steigt weltweit das Interesse an der Nutzung von Stablecoins. Laut einem Bericht von Fireblocks befinden sich weltweit 90 Prozent der institutionellen Investoren in der Überprüfung der Nutzung von Stablecoins. Zudem diskutiert das finanzpolitische Ministerium Russlands die Entwicklung einer staatlich geführten Stablecoin. Drei führende Institutionen aus Abu Dhabi arbeiten gemeinsam an der Entwicklung einer auf Dirham basierenden Stablecoin.

Der von KakaoBank betretene Stablecoin-Markt nimmt nicht nur eine zentrale Rolle als Zahlungsmittel ein, sondern etabliert sich zunehmend als Kern der Finanzinfrastrukturinnovation, und die zukünftigen Schritte werden genau beobachtet.

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