Der Handel mit Futures ist riesig in der modernen Finanzwelt – von Rohstoffen bis zu Krypto – aber ist es halal? Gelehrte weisen auf drei zentrale Probleme hin, die es in seiner aktuellen Form oft haram machen.
1️⃣ Verkaufen ohne Eigentum
In den meisten Futures-Verträgen verkaufen Sie etwas, das Sie noch nicht besitzen, in der Hoffnung, es später zu liefern.
Der Prophet ﷺ sagte:
„Verkaufe nicht, was du nicht besitzt.“
(Abu Dawood, 3503)
Die Scharia verlangt, dass Sie Eigentum haben, bevor Sie verkaufen – und Futures überspringen normalerweise diesen Schritt.
2️⃣ Gharar (Übermäßige Unsicherheit)
Futures sind spekulativ – Sie wetten auf einen zukünftigen Preis, der möglicherweise nie eintreten wird, und in vielen Fällen wechselt kein Vermögenswert den Besitzer.
Der Prophet ﷺ verbot:
„Transaktionen, die gharar beinhalten.“
(Sahih Muslim, 1513)
Zu viel Unsicherheit = nicht scharia-konform.
3️⃣ Riba (Zinsen aus Hebel)
Viele Händler nutzen geliehene Mittel (Margin), um die Positionsgröße zu erhöhen. Dies geht oft mit Übernachtgebühren oder Finanzierungskosten einher – beides Formen von Riba.
Der Koran besagt:
„Allah hat Handel erlaubt und Riba verboten.“
(Al-Baqarah, 2:275)
Selbst wenn Sie direkte Darlehen vermeiden, beinhaltet der herkömmliche gehebelte Handel oft Zinsen in seiner Struktur.
💡 Fazit
Die meisten Gelehrten sind sich einig, dass herkömmliche Futures aufgrund dieser drei Probleme haram sind.
Aber die islamische Finanzwirtschaft arbeitet an scharia-konformen Alternativen wie Salam-Verträgen und Arbun-Verkäufen – daher könnte eine halal-Version von Futures in der Zukunft möglich sein.
Bis dahin handeln Sie verantwortungsbewusst und suchen Sie Wissen, bevor Sie in diese Märkte eintreten.


