In der Welt des Tradings und der Investitionen wird oft gesagt, dass sich der Markt von einer Liquiditätszone zur anderen bewegt. Dieses Konzept liegt vielen Strategien zugrunde und hilft zu verstehen, warum sich die Preise so und nicht anders bewegen. Lassen Sie uns klären, was das bedeutet und wie es funktioniert.

Was ist Liquidität?

Einfach gesagt, Liquidität ist das Vorhandensein von Geld oder genauer gesagt von Aufträgen (Kauf- oder Verkaufsaufträgen) auf dem Markt. Der Markt sucht immer nach Möglichkeiten, eine große Anzahl von Aufträgen auszuführen, da dies großen Akteuren wie Banken und institutionellen Investoren ermöglicht, leicht in Positionen zu gehen und diese zu verlassen, ohne plötzliche Preissprünge zu verursachen.

Liquidität sammelt sich an bestimmten Punkten, die für den Trader wie Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus erscheinen können. Zum Beispiel können dies sein:

* Niveaus mit großen Volumina.

* Historische Höchst- und Tiefststände.

* Runde Zahlen (zum Beispiel 100, 1000).

* Zonen, in denen viele Stop-Loss (Aufträge zum automatischen Schließen einer Verlustposition) ausgelöst wurden.

Wie "jagt" der Markt nach Liquidität?

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein großer Akteur, der eine enorme Menge eines Vermögenswerts, sagen wir Aktien, kaufen muss. Wenn Sie einfach eine große Order aufgeben, wird der Preis sofort steigen, und Sie kaufen einen Teil der Aktien zu einem ungünstigen Preis. Um dies zu vermeiden, muss der große Akteur einen Ort finden, an dem viele Verkäufer sind.

Deshalb bewegt sich der Markt oft zu Zonen, in denen viele Stop-Loss oder Limit-Orders vermutet werden. Wenn der Preis eine solche Zone erreicht, werden Tausende von Aufträgen ausgelöst, und der große Akteur kann in Ruhe seine Position aufbauen oder schließen, indem er diese Liquidität nutzt.

Es findet eine Art "Stopp-Jagd" (stop hunt) statt. Der Preis macht eine plötzliche Bewegung, schießt die Trader ab, deren Stop-Loss auf diesem Niveau lag, und kehrt erst danach in die gewünschte Richtung um.

Der Zyklus "von Liquidität zu Liquidität"

Dieser Prozess wiederholt sich immer wieder. Der Markt bewegt sich in eine bestimmte Richtung, erreicht die erste Liquiditätszone, nutzt sie und beginnt dann die Bewegung zur nächsten.

* Ansammlung. Der Preis konsolidiert sich, indem er Aufträge und Liquidität in einer bestimmten Zone ansammelt.

* Manipulation. Der große Akteur verursacht eine plötzliche Bewegung, um die hinter sichtbaren Niveaus versteckte Liquidität "einzufangen".

* Erweiterung. Nach dem Sammeln von Liquidität beginnt der Preis eine gezielte Bewegung zum nächsten Ziel — zur nächsten Liquiditätszone.

* Wende. Nach Erreichen einer neuen Liquiditätszone wiederholt sich der Zyklus.

Dieser Zyklus — Ansammlung-Manipulation-Erweiterung-Wende — ist grundlegend für das Verständnis, wie sich der Preis bewegt. Der Markt steht nie still; er sucht ständig nach der nächsten "Charge" Liquidität, damit großes Kapital effektiv arbeiten kann.

Wie kann man das im Trading nutzen?

Das Verständnis, dass der Markt von Liquidität zu Liquidität bewegt, hilft dem Trader:

* Vermeiden Sie die "Stopp-Jagd": Setzen Sie Stop-Loss nicht direkt hinter offensichtliche Unterstützungs- und Widerstandsniveaus.

* Preisbewegungen vorhersagen: verstehen, wohin sich der Preis wahrscheinlich als nächstes bewegen wird, um Liquidität "abzugreifen".

* Einstiegspunkte suchen: In den Trade einsteigen, nachdem die "Stopp-Jagd" bereits stattgefunden hat und der Preis die Wende bestätigt hat.

Letztendlich ist der Markt ein komplexer Mechanismus, in dem große Akteure Liquidität für ihre Zwecke nutzen und kleinere Trader lernen müssen, diese Bewegungen zu lesen und ihnen zu folgen. Wenn Sie dieses Konzept verstehen, können Sie den Markt nicht als zufällige Bewegung sehen, sondern als zielgerichtete Suche nach Liquidität. #liquidate $SOL $XRP