Die australische Finanzaufsichtsbehörde AUSTRAC hat Binance Australia angeordnet, einen externen Prüfer zu benennen. Die Anordnung folgt ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Anti-Geldwäsche- (AML) und Anti-Terrorismusfinanzierungskontrollen der Krypto-Börse.

Binance Australia, betrieben von Investbybit Pty Ltd, steht nach einer begrenzten unabhängigen Überprüfung unter Beobachtung. Die Überprüfung konnte nicht mit dem Umfang und der Risikobelastung der Börse Schritt halten.

AUSTRAC hob eine hohe Fluktuation des Personals und einen Mangel an lokaler Managementaufsicht hervor. Diese Lücken erhöhen das Risiko krimineller Ausbeutung im australischen Krypto-Sektor.

Globaler Riese unter lokalem Druck

Binance, die weltweit größte Krypto-Börse nach Handelsvolumen, ist in 20 Jurisdiktionen tätig. Dennoch übersehen ihre globalen Systeme oft die lokalen regulatorischen Anforderungen. AUSTRACs CEO, Brendan Thomas, betonte, dass Unternehmen sich an die spezifischen Risiken Australiens anpassen müssen.

Der Prüfungsbefehl steht im Einklang mit AUSTRACs umfassenderen Maßnahmen gegen Krypto-Plattformen. Im Jahr 2024 richtete die Behörde ihre Aufmerksamkeit auf 13 Überweisungs- und digitale Währungsanbieter wegen Nichteinhaltung.

Binance hat 28 Tage Zeit, um Prüfer zur Genehmigung durch AUSTRAC vorzuschlagen. Dieser Schritt signalisiert eine erhöhte Überwachung von Krypto-Börsen in Australien.

Die Geschichte der Börse umfasst eine Einigung von 4,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 wegen Verstößen gegen das Geldwäschegesetz (AML). Der ehemalige CEO Changpeng Zhao verbüßte 2024 eine viermonatige Gefängnisstrafe.

Der Krypto-Sektor Australiens sieht sich wachsenden Risiken durch Betrug und Geldwäsche gegenüber. AUSTRACs Nationale Risikoanalyse 2024 stellte die Verwundbarkeit digitaler Währungen gegenüber kriminellem Missbrauch fest.

Diese Prüfung zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Binance seine AML-Kontrollen stärkt. Die Nichteinhaltung könnte zu Strafen oder betrieblichen Einschränkungen führen.