Telegram-Gründer Pavel Durov hat sich erneut gegen die französischen Behörden gewehrt und das gegen ihn gerichtete rechtliche Verfahren als unbegründet und politisch problematisch bezeichnet. Er besteht darauf, dass nach mehr als einem Jahr Untersuchung keine Beweise vorliegen, dass er oder seine Plattform gegen Gesetze verstoßen haben.
„Absurde Anklagen“ und ein Angriff auf die Freiheiten
In einem Sonntagspost auf Telegram beschrieb Durov seine Festnahme in Frankreich im letzten Jahr als „beispiellos“ und betonte, dass es „rechtlich und logisch absurd“ sei, einen Technologie-CEO für die Handlungen unabhängiger Nutzer zu bestrafen.
„Ein Jahr später versucht die Untersuchung immer noch, irgendetwas zu finden, was wir falsch gemacht haben“, schrieb er. Laut ihm sind die Moderationspraktiken von Telegram vollständig im Einklang mit den Branchenstandards und das Unternehmen hat immer auf alle rechtlich bindenden Anfragen der französischen Behörden reagiert.
Durov enthüllte auch, dass er alle zwei Wochen nach Frankreich berichten muss, ohne dass ein Termin für ein Berufungsverfahren festgelegt wurde. Er beschrieb den Fall als „eine seltsame Festnahme“, die „irreparablen Schaden“ für den Ruf Frankreichs als freies Land verursacht hat.
Kritik an der französischen Regierung und Reaktion der Gemeinschaft
Französische Regulierungsbehörden haben Telegram unzureichende Inhaltsmoderation und das Hosting schädlicher Materialien vorgeworfen. Kritiker argumentieren jedoch, dass Paris die Untersuchung als Druckmittel genutzt hat, um Zensur durchzusetzen.
Die Krypto-Community, zusammen mit Menschenrechtsaktivisten, hat sich auf die Seite von Durov gestellt und seine Festnahme als Angriff auf die Meinungsfreiheit verurteilt.
Präsident Emmanuel Macron wies eine politische Motivation zurück und bestand darauf, dass Freiheiten „innerhalb des rechtlichen Rahmens“ funktionieren müssen. Seine Bemerkungen lösten Rückschläge aus, wobei der CEO von Helius, Mert Mumtaz, ironisch antwortete: „Warum bist du persönlich nicht im Gefängnis, weil du nicht 100 % der Kriminalität in Frankreich stoppen konntest?“
Durov: Keine Hintertüren, keine Schlüsselweitergabe
Durov wiederholte, dass Telegram niemals Verschlüsselungsschlüssel teilen oder Hintertüren schaffen wird und jede Jurisdiktion verlassen wird, die umfassende Zensur vorschreibt.
Er bemerkte, dass Telegram täglich schädliche Inhalte entfernt, mit NGOs zusammenarbeitet und sich verpflichtet, fast eine Milliarde Nutzer zu schützen.
TON-Ökosystem erweitert sich trotz rechtlicher Kämpfe
Während der Rechtsstreit fortgesetzt wird, ist Telegram zu einem wichtigen Zentrum für Web3-Aktivitäten geworden, durch seine Integration mit The Open Network (TON). Sein Token, Toncoin, zählt jetzt zu den 25 größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung.
Toncoin wurde auch von Verb Technology übernommen, das mehr als 8 % des im Umlauf befindlichen Angebots hält und plant, sich in Ton Strategy Company umzubenennen. Die Benutzeraktivität auf TON stieg nach Durovs Festnahme sprunghaft an, obwohl die Daten zeigen, dass sie seit ihrem Höhepunkt wieder nachgelassen hat.
Reisebeschränkungen auferlegt vom französischen Gericht
Durov durfte Frankreich im März erstmals verlassen, um nach Dubai zu reisen, wo Telegram seinen Hauptsitz hat und wo seine Familie lebt. Das Gericht stellte jedoch strenge Bedingungen auf: Er darf nur 14 aufeinanderfolgende Tage in Dubai bleiben, muss einen Richter eine Woche im Voraus informieren, und jede andere Reise erfordert eine separate gerichtliche Genehmigung.
Ein breiterer Konflikt zwischen Regierungen und Technologie
Der Fall spiegelt den wachsenden Konflikt zwischen Regierungen und Technologieplattformen über die Verantwortung für Online-Inhalte wider. Frankreich drängt auf eine strengere Aufsicht über soziale Medien, während Durov auf den Schutz der Privatsphäre und die Ablehnung von Zensur besteht.
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