Grönland erklärt den Notstand, da Wissenschaftler einen Anstieg der Orca-Aktivität mit dem Zusammenbruch des Eises in Verbindung bringen.
Grönland hat den Notstand erklärt, nachdem Wissenschaftler einen beispiellosen Anstieg der Orca-Aktivität entlang seiner Küstengewässer gemeldet haben, eine Entwicklung, die zunehmend mit dem raschen Zusammenbruch des arktischen Eises in Verbindung gebracht wird. Die Behörden sagen, die Erklärung sei dazu gedacht, unmittelbare Umweltgefahren zu bekämpfen, marine Ökosysteme zu schützen und die langfristigen Auswirkungen des beschleunigten Eisverlusts zu bewerten, der das Leben und die Lebensgrundlagen in der Arktis umgestaltet.

Während Wissenschaftler Alarm schlagen, erleben viele lokale Fischereigemeinschaften das, was einige als plötzlichen wirtschaftlichen Gewinn beschreiben. Die verringerte Eisbedeckung hat die Fischereisaisons verlängert und zuvor unerreichbare Gewässer freigelegt, die reich an kommerziell wertvollen Arten sind. Mehrere Fischereien berichten von Rekordfängen, die das, was lokale Betreiber als neuen arktischen „Goldrausch“ bezeichnet haben, anheizen. Umweltexperten warnen, dass unregulierte Fischerei den Zusammenbruch des Ökosystems beschleunigen könnte, insbesondere da sich die Gleichgewichte zwischen Räubern und Beute verschieben und fragile Lebensräume zunehmendem Druck durch menschliche Aktivitäten ausgesetzt sind.