Der Platz ist in letzter Zeit sehr belebt, #Kryptomarkt-Korrektur macht einen etwas nervös, aber gleichzeitig lässt einen das Thema, dass Bitcoin-Wale auf Ethereum umschichten und die Anzahl der profitablen Bitcoin-Wallets ein Rekordhoch erreicht hat, das Gefühl, dass unter der Wasseroberfläche Chancen lauern.
Das führt zu einer sehr interessanten Frage, über die ich in letzter Zeit nachgedacht habe: Wenn wir über diese Hotspots sprechen, worüber sprechen wir eigentlich?
Ist es ein weiterer Vermögenscode oder der Beginn eines weiteren Fomos?
Um ehrlich zu sein, sind diese Hotspots für die meisten Menschen nur ein „Titel“. Wir haben gehört, dass „Wale umschichten“, aber welcher Wal? Wie viel wurde umgeschichtet? Was sind die Kosten? Was sind die nächsten Schritte? Darüber wissen wir nichts. Wir haben gehört, dass „die Anzahl der profitablen Wallets ein Rekordhoch erreicht hat“, aber wessen Wallets sind das? Woran verdienen sie? Wie sieht ihr Portfolio aus? Auch darüber sind wir im Unklaren.
Wir stehen wie Zuschauer am Rand des Stadions, hören die Jubelrufe, sehen aber nicht die spannendsten Auseinandersetzungen im Inneren. Diese Informationsasymmetrie ist die Ursache für Verluste.
Heute möchte ich mit euch über mein aktuell genutztes 'persönliches Research-Instrumentenbrett' – Treehouse – sprechen. Es garantiert zwar kein Geldverdienen, aber es bringt euch einen großen Schritt näher daran, den 'Tisch' wirklich zu verstehen.
(Hinweis: Ich habe sie ursprünglich bemerkt, weil hinter ihr Binance Labs steht – ihr wisst schon, das bedeutet zumindest, dass das Projekt einer professionellen Due-Diligence-Prüfung unterzogen wurde.)
Das Kernprodukt von Treehouse hieß ursprünglich Hyperion. Es ist kein einfaches Dashboard-Tool, sondern ein 'Analyse- und Diagnosezentrum' für DeFi-Assets. In Verbindung mit den aktuellen Trends erkläre ich, wie ich es nutze:
1. Wie kann man überprüfen, ob ein Bitcoin-Großadressen in Ethereum wechselt?
Wenn ein solcher Trend auftaucht, reagiere ich nicht sofort mit Glauben, sondern mit Nachforschung.
Ich nutze die Wallet-Tracking-Funktion von Treehouse, um eine Liste meiner langfristig beobachteten Bitcoin-Großadressen (ja, man muss vorher eine eigene Liste der 'intelligenten Geldadressen' aufbauen) zu erstellen. Ich schaue nicht nur auf eine einzelne Transaktion, sondern analysiere ihre:
Nettofluss-Diagramm (Netflow): Es zeigt sehr anschaulich, ob in der letzten Zeit mehr BTC abfließen oder mehr ETH einfließen. Ob die Überschrift zutrifft, ist sofort ersichtlich.
Analyse der interagierten Protokolle: Ist der BTC, der von diesen Großadressen abgezogen wurde, auf eine Börse gelangt oder über WBTC in DeFi-Protokolle eingegangen? Wurde der gekaufte ETH direkt gehalten oder sofort in Lido oder EigenLayer zur Staking-Verwendung eingesetzt?
[Anhang eines Screenshot der Hyperion-Oberfläche, die die Vermögensströme oder Protokollinteraktionen einer Großadresse zeigt, mit Pfeilen, die den Weg von BTC zu ETH markieren – Effekt verstärkt]
Durch diese Analyse kommt man nicht zu der einfachen Schlussfolgerung 'Oh, die Großadressen wechseln ihre Positionen', sondern zu einer präzisen Erkenntnis: 'Großadresse A hat in den letzten zwei Wochen über Protokoll B etwa XXX Betrag BTC in ETH umgewandelt und hauptsächlich in Protokoll C und D zur Staking-Verwendung eingesetzt, mit einem durchschnittlichen Kostenpreis von ca. $XXXX'.
Seht ihr? Das ist die Art von effektiver Information, die für Entscheidungen genutzt werden kann.
2. Wie findet man die Wallets, die aktuelle Gewinnrekorde erzielt haben, und von ihnen lernen?
#Neuer Höchststand an Bitcoin-Gewinn-Adressen – diese makroökonomische Zahl ist ermutigend, aber für unsere individuelle Handlung wenig aussagekräftig. Entscheidend ist, dass wir die Repräsentanten dieser 'Gewinn-Adressen' finden.
Die Funktion 'Portfolio Visualizer' von Treehouse ist hier besonders nützlich. Sie ermöglicht eine 'CT-Scan'-Analyse jeder Adresse, um deren historische Gewinn- und Verluste, Anlagepräferenzen und Risikoausschüttung vollständig zu erfassen.
Mein üblicher Ansatz ist, auf einer Blockchain-Daten-Website (z. B. Arkham) Adressen mit hoher jüngster Rendite zu finden, diese dann in Treehouse zu werfen, um eine tiefe 'Untersuchung' durchzuführen.
Verdient er durch einzelne Treffer oder durch langfristige, mehrfache erfolgreiche Wellen? (Um zu beurteilen, ob es ein Überlebensverzerrungseffekt ist oder wirklich ein Meister)
Wie ist die Zusammensetzung seines Vermögensportfolios in Bezug auf DeFi, NFT und Meme? (Um seinen Anlagestil zu verstehen)
In dieser #Kryptomarktkorrektur hat er zusätzliche Positionen aufgebaut oder verkauft? (Um seine Risikomanagementstrategie zu beobachten)
Das ist die höchste Stufe des 'Nachahmens': Man kopiert nicht, was er gerade gekauft hat, sondern seine Anlagephilosophie und Entscheidungslogik.

Am Ende: Warum sind Tools heute so wichtig?
Ich denke, Web3 verabschiedet sich von der wilden Ära, in der ein einziger Story ausreichte, um erfolgreich zu sein. Die Volatilität bleibt weiterhin bestehen, aber Fachkenntnis und Komplexität steigen exponentiell.
Tools wie Nansen oder Arkham sind sehr leistungsstark, aber für Laien haben sie hohe Einstiegshürden und Kosten. Treehouse wirkt für mich eher so, als wäre es speziell für uns gewöhnliche Spieler konzipiert, die von 'Hören' zu 'Verstehen' voranschreiten wollen. Es präsentiert komplexe Daten auf eine anschaulichere und strukturiertere Weise.
Natürlich ist kein Tool universell einsetzbar. Daten können nur Entscheidungen unterstützen, aber nicht den eigenen Gedankengang ersetzen. Doch in einem immer professioneller werdenden Markt kann ein gutes Instrument wenigstens dafür sorgen, dass man nicht mehr 'unbedeckt' agiert.



