Taiwan hat kürzlich entschieden, die Anfrage der Vereinigten Staaten, bis zu 40 % der Produktionskapazität von Halbleitern von der Insel in die USA zu verlagern, entschieden abzulehnen und bezeichnete sie als "unmöglich". Diese Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen auf die globale Technologiebranche, den Wettbewerb im Chip-Sektor und sogar das Ökosystem digitaler Vermögenswerte wie Krypto. Die Politik spiegelt die zunehmenden Spannungen in der globalen Lieferkette für Hochtechnologie wider.
1. Taiwan erklärt, dass eine Verlagerung von 40 % der Chipproduktion unmöglich ist.
Taiwans Vizepremier Cheng Li-chiun sagte gegenüber den Medien, dass das Ziel der USA, 40 % ihrer Chipproduktion ins Inland zu verlagern, unrealistisch sei, da das über Jahrzehnte integrierte Fertigungssystem nicht einfach verlegt werden könne. Die starke Infrastruktur und die weit verbreiteten Lieferketten auf dieser Insel machen eine solche Verlagerung in kurzer Zeit nahezu unmöglich.
Cheng erklärt, dass Taiwan zwar offen für Investitionen im Ausland ist — einschließlich in den USA — die Kernfertigungskapazitäten jedoch weiterhin in Taiwan entwickelt werden. Diese Aussage bekräftigt das Engagement Taiwans, ein globales Zentrum für Halbleiter zu bleiben.
Diese Ablehnung erfolgt vor dem Hintergrund der starken Nachfrage aus den USA, die heimische Chip-Produktion aus Gründen der nationalen Sicherheit und des technologischen Wettbewerbs zu stärken. Die USA wollen die Abhängigkeit von ausländischer Produktion verringern, insbesondere von der, die nahe bei China liegt.
2. Spannungen in der Chip-Industrie im Kontext nationaler Sicherheitsziele
Die US-Regierung hat durch Beamte wie den Handelsminister Howard Lutnick die Notwendigkeit geäußert, einen Großteil der Chip-Produktion zurück auf US-Boden zu bringen, um nationale Sicherheitsgründe. Die USA bewerten, dass die Abhängigkeit von Taiwan und anderen Regionen zu strategischen Risiken führt.
Dieser Versuch ist Teil der Strategie der USA, bis 2029 40 % der Chip-Produktion im Inland zu erreichen, ein ehrgeiziges Ziel angesichts der Dominanz von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) in der aktuellen Produktion fortschrittlicher Chips.
Taiwan betrachtet jedoch, dass ihr Halbleitersektor als „Siliziumschild“ fungiert, das nicht leicht verlagert werden kann, da es Hunderte von Zulieferern und Fachkräften umfasst, die dieses einzigartige Ökosystem bilden.
3. Auswirkungen auf Investitionen und Expansion von TSMC in den USA
Obwohl Taiwan eine massive Verlagerung ablehnt, erweitert der weltweit größte Chip-Hersteller, TSMC, weiterhin seine Operationen in den USA mit großen Investitionen in Arizona. Das Megafabrik-Projekt von TSMC in Arizona umfasst die Produktion von fortschrittlichen Chips mit einem Prozess von bis zu 2 nm und 3 nm, die bis Ende dieses Jahrzehnts betriebsbereit sein sollen.
Diese Expansion hilft, die Ziele der USA zu erfüllen, die Produktionskapazitäten im Inland zu stärken, ohne die bereits ausgereifte Kapazität in Taiwan zu verlagern. Dies schafft ein Gleichgewicht zwischen lokalen Investitionen und der Beibehaltung der Produktionsbasis auf der Insel Taiwan.
Solche Strategien können positive Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und die bilateralen Technologierelationen haben, ändern jedoch nicht die Tatsache, dass Taiwan weiterhin das führende Produktionszentrum weltweit bleibt.
4. Implikationen der globalen Technologie-Lieferkette
Die Ablehnung Taiwans spiegelt die komplexe Dynamik in der Technologie-Lieferkette wider. Die Halbleiterindustrie ist stark von der Koordination zwischen Komponenten-Zulieferern, Fachkräften sowie langfristigen Investitionen abhängig. Die Verlagerung von großangelegten Produktionslinien ist nicht nur eine Frage des Baus neuer Fabriken, sondern auch der Verlagerung des gesamten unterstützenden Ökosystems.
Daher bleibt, auch wenn Investitionen in andere Länder stattfinden, die fortschrittliche Kapazität wie die Fertigung von 3 nm und 2 nm weiterhin in Taiwan konzentriert. Dies bekräftigt, dass die Dominanz Taiwans in der Produktion fortschrittlicher Chips voraussichtlich mindestens bis Ende dieses Jahrzehnts bestehen bleibt.
Im globalen Kontext beeinflusst die Entscheidung Taiwans auch die Strategien anderer Länder, die versuchen, ihre eigene heimische Chip-Industrie aufzubauen, darunter die USA, Japan und europäische Länder, die darum wetteifern, die Kapazitäten in der Hochtechnologie-Produktion zu stärken.
5. Relevanz für die Krypto-Industrie und Technologie
Die globale Bewegung von Chips ist auch für die Krypto-Industrie relevant, insbesondere für Bereiche, die rechenintensive Aufgaben wie Mining oder das Training von KI-Modellen für Marktanalysen und digitale Asset-Preisdaten benötigen. Die Verfügbarkeit fortschrittlicher Chips hat Einfluss auf technologische Innovationen in der Krypto- und Web3-Ökonomie.
Halbleitertechnologie spielt eine Rolle bei der Entwicklung von Hardware, die die Sicherheit von Blockchain-Netzwerken und die Geschwindigkeit von Transaktionen unterstützt. Unsicherheiten in der Chip-Lieferkette können die Produktionskosten für Mining-Hardware und andere rechnergestützte Infrastrukturen beeinflussen.
Mit den sich weiterentwickelnden globalen Technologierelationen zeigt diese geopolitische Entscheidung, wie Halbleiterindustrien und digitale Assets zunehmend komplexe Verbindungen haben.


