Ökonomen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Importzöllen auf europäische Waren geäußert, wie sie von den Vereinigten Staaten auferlegt wurden, auf das Wirtschaftswachstum und die Inflation in der Eurozone. Laut Jin10 argumentieren diese Ökonomen, dass Zölle zwar das Wachstum schwächen und die Inflation reduzieren können, die betroffenen Industrien jedoch sehr empfindlich auf Änderungen der Zinssätze reagieren. Daher schlagen sie vor, dass eine lockere Geldpolitik deflationären Druck ausgleichen und die wirtschaftliche Aktivität unterstützen könnte.
Die Ökonomen stellten fest, dass etwa anderthalb Jahre nach einem Zollschock die Exporte der Eurozone in die USA um 1 % zurückgehen könnten, während die Verbraucherpreisinflation um etwa 0,1 % sinken könnte. Sie beobachteten, dass im Industriesektor die Produktion nach Erhöhungen der Zölle tendenziell stark zurückgeht. Eine Lockerung der Geldpolitik kann jedoch zu einer robusten Expansion der wirtschaftlichen Aktivität führen.
"Dies zeigt, dass die Geldpolitik ein mächtiges Instrument bleibt, um der Deflation, die durch Zölle verursacht wird, entgegenzuwirken und die Auswirkungen höherer Handelsbarrieren abzufedern," sagten die Ökonomen.
