Silber und Gold bewegen sich wie eine unzertrennliche Brüderpaar, steigen oft zusammen, korrigieren zusammen, der Korrelationskoeffizient pendelt sich über Jahre zwischen 0,8 und 0,95 ein. Langfristig betrachtet gibt es zwei Hauptgründe für die hohe Ähnlichkeit:
Erster Grund: Beide gehören zur Familie der „sicheren Häfen + Inflationsschutz“. Gold und Silber haben in der Geschichte der Menschheit über mehrere tausend Jahre die Rolle von „Geld“ gespielt.
Antike: Gold und Silber waren Währungen (Goldstandard, Silberstandard)
Moderne: Überproduktion von Papiergeld, Inflation kommt, geopolitische Konflikte, Wirtschaftskrisen – die erste Reaktion der Menschen ist immer noch, in Edelmetalle zu flüchten.
Zweiter Grund: Gold wird mitgenommen, Silber wird vergrößert.
Gold hat ein großes Volumen, der Markt ist reifer, Zentralbanken haben mehr Gold- und Silberreserven, daher bewegt sich normalerweise der „große Bruder“ zuerst.
Gold steigt zuerst → Der Markt bildet einen Konsens über einen „Edelmetall-Bullenmarkt“.
Silber kommt erst später, hat aber eine größere Elastizität (Beta-Wert ist höher).
Gold steigt um 10% → Silber könnte um 20%–40% steigen.
Gold fällt um 8% → Silber könnte um 15%–30% fallen.
Die Ähnlichkeit der Bewegungen von Gold und Silber liegt hauptsächlich daran:
1. Alle sind „sichere Häfen + Inflationsschutz“-Vermögenswerte, sie reagieren in dieselbe Richtung auf die gleiche Art von makroökonomischen Ereignissen.
2. Zuerst bewegt sich Gold, dann folgt Silber als kleiner Bruder im Vergrößerungsformat.
3. Das Gold-Silber-Verhältnis verhält sich wie ein erinnerungsfähiges Gummiband, das beide stets auf „normale Distanz“ zieht.
Wenn du also die großen Zyklen betrachtest, wirst du oft das Gefühl haben, dass diese beiden einfach Zwillinge sind, die Richtung ist fast identisch, nur dass Silber, der „Bruder“, mehr springt, härter fällt und verrückter steigt.
Wenn du mit Gold und Silber handelst, merke dir einen Satz, der genügt:
Gold gibt den Ton an, Silber ist das Vergrößerungsglas; erwarte nicht, dass es immer brav folgt, aber erwarte auch nicht, dass es immer zu weit läuft.