Im August verlor der Bolívar mehr als 15 % seines Wertes gegenüber dem Dollar. Im bisherigen Jahr 2025 hat er bereits einen Rückgang von mehr als 64 % verzeichnet. Aber das ist nicht nur eine technische Zahl. Es ist ein tiefgreifender Bruch, der jedes Eck des venezolanischen Lebens betrifft.

🔹 Kurzfristig: Die Preise steigen jede Woche. Der Mindestlohn entspricht weniger als 1 $. Geschäfte passen die Preise an den Dollar an, und die Verträge werden indexiert, um zu überleben.

🔹 Mittelfristig: Das Vertrauen in den Bolívar verschwindet. Die informelle Dollarisation setzt sich durch. Die Bankkredite in Landeswährung erlöschen. Die Menschen hören auf zu sparen, weil sie nicht können und nicht wissen, wofür.

🔹 Langfristig: Das Produktionssystem wird schwächer. Unternehmen können nicht planen. Der Staat verliert die Fähigkeit zu erheben und Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Die Wirtschaft wird fragil, abhängig und orientierungslos.

Was kann die Situation retten? Ja, die Politik ist wichtig: Stabilität, Transparenz und glaubwürdige Geldpolitik. Aber es braucht auch etwas mehr:

🇻🇪 Wir Venezolaner müssen Kriterien, Anforderungen und Handlungen einbringen. Chaos nicht zu normalisieren. Desinformation nicht zu akzeptieren. Den Zyklus der Resignation nicht zu wiederholen.

Weil die Währung nicht nur die Wirtschaft widerspiegelt. Sie spiegelt das Land wider, das wir aufbauen.

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