
Ein technischer Streit innerhalb der XRP-Community kam diese Woche öffentlich zur Sprache, als Ripple CTO Emeritus David "JoelKatz" Schwartz auf Kritik an den Gebühren der Xaman Wallet und einer umstrittenen geschachtelten Multisignaturkonfiguration im XRP-Ledger reagierte.
Der Streit begann mit Social-Media-Posts, die behaupteten, dass die Nutzung von Xaman teurer sein könnte als Transaktionen auf Ethereum für kleine Beträge, und mit Anschuldigungen, dass Benutzern unerwartet hohe Servicegebühren auf XRPLs nativer dezentraler Börse in Rechnung gestellt wurden. Ein weit verbreiteter Screenshot behauptete eine Servicegebühr von 659XRP, weit über der Basisgebühr des Netzwerks von 0,000012 XRP, und deutete darauf hin, dass diese Diskrepanz das Ergebnis von verstecktem Gebührenrouting war.
Schwartz distanziert sich von Problemen mit Drittanbieter-Wallets
Schwartz trat dem Gespräch bei, nachdem er direkt getaggt wurde, und antwortete: „Was habe ich getan?“ — eine kurze Antwort, die seine Distanz zu den operativen Entscheidungen von Drittanbieter-Wallet-Anbietern anzeigt, während er die Intensität der Bedenken der Gemeinschaft anerkennt.
Die Debatte geht über Gebühren hinaus. Kritiker wiesen auf Xaman’s Verwendung von 'verschachtelten' Multisignatur-Setups unter XLS-103d hin und argumentierten, dass solche Konfigurationen Benutzer von ihren Konten ausschließen oder versteckte Genehmigungswege einführen könnten.
Was habe ich getan?
— David 'JoelKatz' Schwartz (@JoelKatz) Februar 18, 2026
Als Antwort gaben Xaman und XRPL-Entwickler Wietse Wind eine detaillierte Erklärung zu einem realen Fall ab, in dem ein Benutzer unbeabsichtigt eine unauflösbare verschachtelte Multisig-Struktur erstellt hatte, wodurch der Zugang zu seinen Mitteln eingefroren wurde. Wind erklärte, dass das Problem kein Hintertürchen war, sondern eine von dem Ledger erlaubte Konfiguration, die eine formelle Protokolländerung erforderte, um gelöst zu werden.
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Ein Änderungsantrag wurde seitdem in die XRPL-Codebasis eingereicht, um verschachtelte Signaturen in einer wiederherstellbaren Form zuzulassen, vorbehaltlich der Überprüfung und Abstimmung durch die Validatoren. Dieser Prozess hebt einen grundlegenden Unterschied hervor: Die XRPL-Protokollregeln werden von Validatoren durchgesetzt, nicht von Ripple oder Wallet-Anbietern, und Änderungen erfordern einen Konsens im Netzwerk.
