Der Kryptomarkt fiel in den letzten 24 Stunden um 0,5 % und verlängerte eine unruhige Woche. Hauptfaktoren:

Leverage-Abbau – $108M BTC-Liquidationen (+152 % gegenüber dem Vortag), als das offene Interesse an Derivaten $978B erreichte.

Ängste vor Ethereum-Exploits – Phishing-Betrügereien entzogen ~$150K über EIP-7702 und verunsicherten den Einzelhandel.

Aktienkorrelation – Nasdaq-100 fiel vor dem Markt um 0,6 %; die Verbindung zwischen Krypto und QQQ erreichte 0,94 (24h).

Tiefer Einblick

1. Überhitzung der Derivate (Bärischer Einfluss)

Überblick: Das offene Interesse an Perpetuals stieg auf $974B (+5,4 % 24h) mit durchschnittlichen Finanzierungsraten von +0,0072 %. Dies schuf ein fragiles Setup – die BTC-Liquidationen stiegen um 151 % auf $108M, als die Preise unter $113K fielen.

Was es bedeutet: Übermäßig gehebelte Long-Positionen verstärkten den Abwärtsdruck, als Sicherheitsbedenken bei ETH auftauchten.

Beobachten Sie: Das offene Interesse testet die jährlichen Höchststände von $982B (3. Sep) – ein Durchbruch könnte auf mehr Volatilität hindeuten.

2. Angriffe auf Ethereum-Wallets (Bärischer Einfluss)

Überblick: Über 80 % der EIP-7702-Delegationen waren mit bösartigen Verträgen wie “CrimeEnjoyor” (Wintermute) verbunden. Ein Nutzer verlor $150K, was das Vertrauen in die Sicherheit von Smart Contracts erschütterte.

Was es bedeutet: Einzelhandels-Panik breitete sich auf ETH-verbundene Altcoins aus – die Netzwerkaktivität blieb flach trotz 1,74M täglichen Transaktionen.

3. Makro-Unsicherheit (Gemischte Auswirkungen)

Überblick: Krypto handelte im Gleichschritt mit dem Nasdaq (0,94 Korrelation) angesichts von Wetten auf Zinssenkungen der Fed (97 % Wahrscheinlichkeit für September). Der Anstieg des Goldpreises auf $3,588 stand im Kontrast zum Rückgang von BTC und deutete auf eine Risikoaversion hin.

Was es bedeutet: Händler warten auf die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag – schwache Zahlen könnten schnellere Zinssenkungen der Fed erzwingen und Krypto ankurbeln.

Fazit

Der heutige Rückgang spiegelt ein Dreifachspiel von Leverage-Waschen, Ethereum-Sicherheitsängsten und makroökonomischer Unentschlossenheit wider. Während die Derivatedaten übermäßige Spekulationen zeigen, unterstreicht die Phishing-Krise von ETH anhaltende DeFi-Risiken. Da Krypto weiterhin an Aktien gebunden ist, könnte der Arbeitsbericht am Freitag die kurzfristige Richtung bestimmen: schwächere Daten = bullische Wetten auf Zinssenkungen vs. stärkere Daten = verzögerte Fed-Pivot. Wird die Validator-Warteschlange von ETH (860K ETH warten) den technischen Schaden durch Wallet-Exploits ausgleichen?