Am Freitag erlebten die amerikanischen Indizes eine deutliche Erholung — der Dow gewann etwa 0,65% — nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten (PCE), die insgesamt mit den Prognosen übereinstimmten und den Märkten Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gaben. Gleichzeitig brachten die präsidialen Tarifinitiativen und das sinkende Verbrauchervertrauen politische Risiko- und wirtschaftliche Verwundbarkeitsaspekte zurück in die Erzählung, sodass der Feiertag an der Börse einen klaren Hauch von Vorsicht hatte.
Am Freitag haben die amerikanischen Indizes einen deutlichen Rückschlag gemacht - der Dow stieg um etwa 0,65 % - nach der Veröffentlichung von Inflationsdaten (PCE), die insgesamt mit den Prognosen übereinstimmten und den Märkten Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gaben. Gleichzeitig haben die präsidialen Tarifinitiativen und das schwächer werdende Verbrauchervertrauen politische Risiken und echte wirtschaftliche Verwundbarkeit zurückgebracht, sodass die Feier auf dem Aktienmarkt einen klaren Hauch von Vorsicht trug.
Auf diese Makroszene hat sich eine strenge Handelspolitik der Verwaltung ausgewirkt: Die angekündigten Zölle (einschließlich strenger Maßnahmen gegen markenrechtlich geschützte pharmazeutische Produkte und Zölle auf eine Reihe von Konsumgütern) haben die Lieferketten und die Preisbildung in Frage gestellt. Der Markt hat dies ambivalent wahrgenommen: Einerseits mögliche Produktionsverlagerungen in die USA - langfristig positiv für die industrielle Renaissance; andererseits unweigerlicher Druck auf die Verbraucherpreise und die Kosten für Unternehmen kurzfristig und mittelfristig, was die Inflation erneut anheizen oder die Wirkung zukünftiger Lockerungen der Fed einschränken könnte. Die Reaktion der Pharmaunternehmen - schnelle Pläne zur Erweiterung der Produktionskapazitäten in den USA - unterstreicht lediglich, dass die Unternehmen versuchen, sich anzupassen, aber die Kosten der Anpassung letztendlich auf den Verbraucher oder die Margen der Hersteller zurückfallen werden.
Ein wichtiger interner Indikator - die Verbraucherstimmung - hat sich weiterhin verschlechtert: Der Michigan-Indikator fiel auf ~55 und zeigt, dass Haushalte pessimistischer in Bezug auf zukünftige Einkommen und Beschäftigung werden. Das signalisiert, dass trotz der derzeitigen Widerstandsfähigkeit des Verbrauchs (persönliche Ausgaben stiegen im August) die Motivation zum Ausgeben schwächer werden könnte, wenn die Auswirkungen der Zölle und die Preissteigerungen spürbarer werden. Für eine konsumabhängige Wirtschaft ist dies eine riskante Kombination: stabile Preise + sinkendes Vertrauen = langsames Wachstum ohne "sanfte Landung".
Der Anleihenmarkt und der Dollar agieren wie eine "erwachsene Stimme": Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen ist auf etwa 4,17 % gestiegen - was einerseits teilweise auf einen Rückzug von aggressiven Zinssenkungsszenarien hinweist und andererseits eine Prämie für politische und fiskalische Unsicherheiten darstellt. Die Stärkung des Dollars dämpft einen Teil der Rallye risikobehafteter Anlagen und erschwert die Situation für Exporteure und Schwellenmärkte. So bleibt selbst bei Optimismus hinsichtlich möglicher Zinssenkungen das reale Ungleichgewicht zwischen Geldpolitik, Fiskalpolitik und externen Handelsstörungen entscheidend.
Es gibt auch etwas Unternehmensoptimismus: Nachrichten über Erleichterungen von der FAA, die die Lieferungen von Boeing-Flugzeugen beschleunigen könnten, haben den Luft- und Raumfahrtsektor unterstützt und kurzfristigen Optimismus auf dem Markt hinzugefügt. Dennoch heben solche Unternehmensausbrüche nicht die fundamentale Dilemma auf - eine Lockerung der Geldpolitik könnte langfristig risikobehaftete Anlagen ankurbeln, aber Zölle und sinkendes Verbrauchervertrauen könnten schnell alle Gewinne bei den Gewinnen zunichte machen.
Insgesamt erinnerte das Bild die Investoren daran: Der Markt handelt derzeit im Modus "Halboptimismus". Genaue Wirtschaftsdaten (PCE, Beschäftigung, Verbraucherausgaben) geben Anlass zur Hoffnung auf Zinssenkungen, aber politische Risiken und die Struktur des Welthandels schaffen äußere Reize, die die Rückkehr der Inflation oder eine Dämpfung der Nachfrage beschleunigen könnten. Beide Szenarien sind möglich - sowohl das Fortsetzen des Wachstums risikobehafteter Anlagen vor dem Hintergrund einer Lockerung der Politik als auch eine plötzliche Korrektur, wenn Zölle in den Preisen für Endverbraucher weitergegeben werden und sich in den Daten des nächsten Quartals widerspiegeln. Achten Sie auf PCE und den Beschäftigungsbericht - sie entscheiden derzeit über den Verlauf des Spiels; und vergessen Sie nicht den tariflichen Hintergrund: Es ist nicht nur Politik, es beeinflusst den Preis Ihres nächsten Rezepts und der Küche.