Der Markt für #oro (#XAUUSD ) hat erneut die Aufmerksamkeit globaler Investoren erregt und gewinnt nach einer signifikanten Korrektur wieder an Aufwärtsdynamik. Das Edelmetall verteidigt entscheidende Unterstützungsniveaus, während der Markt die geopolitischen Risiken, die fiskalische Gesundheit der entwickelten Volkswirtschaften und die moderate Perspektive der Federal Reserve (#Fed ) abwägt.
Die Jüngste Volatilität und die Verteidigung der Unterstützung
Gold erholt sich auf 4.000$, nachdem es am Donnerstag einen starken Rückgang von 1,59% erlitten hat, was den größten Tagesverlust seit Mitte August darstellt. Dieser anfängliche Rückgang von den Allzeithochs, die am Mittwoch 4.059$ erreicht hatten, wurde maßgeblich durch Gewinnmitnahmen und die Verringerung geopolitischer Risiken nach der Genehmigung der ersten Phase eines von den USA vermittelten Friedensabkommens in Gaza verursacht.
Derzeit hat sich das Metall von einem intra-täglichen Tief nahe 3.947 $ erholt und befindet sich rund um 3.990 $, was einen starken Erholungsimpuls zeigt und die entscheidende Unterstützungszone bei 3.950 $ hält.

Technisch betrachtet, prüft XAU/USD nun die kritische Widerstandszone von 3.995 $ bis 4.000 $, die auch mit der gleitenden Durchschnittslinie (SMA) von 21 Perioden übereinstimmt. Wenn die Bullen den Impuls über 3.980 $ halten können, könnte der Weg in Richtung 4.020 $ bis 4.030 $ frei sein und potenziell eine neue Prüfung des historischen Höchststands ermöglichen. Andernfalls könnte ein nicht gelungener Durchbruch über die psychologische Schwelle von 4.000 $ zu einem kurzfristigen Rückgang bis 3.950 $ führen.
Makroökonomische Faktoren, die den Rekordrally unterstützen
Die breiteste Tendenz im Gold bleibt weiterhin aufsteigend, da Anleger weiterhin nach sicherem Refugium suchen. Verschiedene fundamentale Faktoren treiben das Attraktivitätsniveau des Metalls an:
Globale Unsicherheit und Fed-Perspektive: Die globale wirtschaftliche und politische Unsicherheit, kombiniert mit einer gemäßigten Perspektive der US-Notenbank (Fed), stärkt die Argumente für Gold. Die Sorge über die Regierungsschließung von #EEUU , die bereits ihren zehnten Tag erreicht hat, belastet die kurzfristigen wirtschaftlichen Aussichten. Eine längere Schließung könnte die Erwartungen verstärken, dass die Fed in ihren verbleibenden Sitzungen dieses Jahres Zinssenkungen von 25 Basispunkten (bps) vornehmen wird.
Anhaltende geopolitische Risiken: Trotz des Abkommens in Gaza bleiben geopolitische Risiken bestehen, darunter der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, was die Attraktivität des Metalls als sicheres Refugium unterstreicht. Geopolitische Instabilität oder Angst vor einer tiefen Rezession können den Goldpreis schnell steigen lassen.
Fiskalische Misstrauen und Verschuldung: Der Anstieg des Goldes in diesem Jahr deutet auf wachsendes Misstrauen der Anleger gegenüber dem globalen fiskalischen und monetären System hin. Ajay Rajadhyaksha, globaler Chef der Forschung bei Barclays, weist darauf hin, dass die Verschuldung von vier wichtigen Volkswirtschaften (USA, Vereinigtes Königreich, Frankreich und Japan) das jeweilige Bruttoinlandsprodukt (BIP) um mehr als 100 % übersteigt, und dass praktisch kein politisches Interesse an einer fiskalischen Konsolidierung besteht.
Institutionelle Käufe: Die kontinuierlichen Käufe durch Zentralbanken sowie die starken Zuflüsse in Gold-ETFs unterstützen diesen Aufschwung. Zentralbanken, die ihre Währungen in turbulenten Zeiten stärken möchten, diversifizieren ihre Reserven durch den Kauf von Gold, um ihre Stärke wahrnehmbar zu machen. Tatsächlich erwarben Zentralbanken 2022 die höchsten jährlichen Goldkäufe seit Aufzeichnungen (1.136 Tonnen).
Wichtige Korrelationen für Anleger
Gold gilt als sicheres Anlagevermögen und als Absicherung gegen Inflation und Währungsverfall. Es ist wichtig, seine Korrelation mit anderen Reservewerten zu beachten:
Inverses Verhältnis zur USD-Korrelation: Gold wird in US-Dollar gehandelt (XAU/USD) und zeigt eine inverse Korrelation zum US-Dollar (USD). Ein starker Dollar tendiert dazu, den Goldpreis zu unterdrücken, während ein schwächerer Dollar die Preise wahrscheinlich nach oben treiben könnte. Derzeit erholte sich Gold, während der Dollar leicht schwächer gehandelt wird.
Inverses Verhältnis zu risikobehafteten Anlagen: Gold ist auch invers korreliert mit risikobehafteten Anlagen. Ein Anstieg an der Börse tendiert dazu, den Goldpreis zu schwächen, während massive Verkäufe an risikoreicheren Märkten den Edelmetallpreis begünstigen.
Achtung vor den Sentiment-Daten aus den USA.
Aufgrund der Verzögerungen bei offiziellen Regierungsberichten infolge der US-Regierungsschließung konzentrieren sich Investoren nun auf Daten aus dem privaten Sektor. Später heute veröffentlicht die Universität von Michigan den vorläufigen Verbrauchersentiment-Index für Oktober. Es wird erwartet, dass dieser Index in Oktober weiter sinkt und eine pessimistische Stimmung aufrechterhält, während sich der Arbeitsmarkt weiter verschlechtert.
Eine weitere Schwächung des Sentiments könnte den USD belasten und somit potenziell als günstiger Gegenwind für Gold wirken.