Die epischen Lehren des Kapitalmarktes: Respektiere den Markt
2025年10月11日
Von nun an wird der Kryptowährungsmarkt an besonderen Tagen wie ‚519‘, ‚312‘, ‚94‘ und nun auch ‚1011‘ gedenken. Obwohl einige glücklich und andere besorgt sind, zeigt die Datenlage, dass es für die meisten Menschen ein schwerer Tag ist. Der gesamte Markt hat 19,1 Milliarden US-Dollar verloren, betroffen sind über 1,6 Millionen Konten. Ich hatte zuvor die Schwelle für Liquidationen im Bullenmarkt auf 10 Milliarden RMB festgelegt, 19,1 Milliarden US-Dollar übersteigt diese Zahl bei weitem. Sowohl die Liquidationsstärke als auch der Betrag der Liquidationen haben historische Höchststände erreicht, der Umfang übersteigt ebenfalls ‚519‘ und ‚312‘. Bei Leverage-Käufen oder Kredithebeln von fast 2x kam es zur Liquidation, und in einigen Fällen sogar bei Hebeln von nur 1,5x. Mit anderen Worten, die meisten, die Long-Positionen eingegangen sind, haben praktisch alles verloren, in der Tat waren über 16 Milliarden von den 19,1 Milliarden Liquidationen Long-Positionen.
Da ich selbst keine langfristigen Long-Positionen in Smallcaps hatte, war ich von einer systematischen Liquidation verschont. Allerdings hatte ich einige Arbitrage-Positionen, die aufgrund objektiver Umstände zu bloßen Haltepositionen wurden und dadurch erhebliche Verluste erlitten haben. Smallcaps sind eben Smallcaps – es war wirklich schlimm. Viele haben bei dieser Korrektur ordentlich verloren. Wenn auch dein Konto betroffen ist, möchte ich sagen: Verzweifle nicht. In der Kryptowelt gibt es immer noch Chancen, sich zu erholen. Aber Risikomanagement muss immer an erster Stelle stehen. Ich sage immer wieder, man sollte nicht willkürlich Hebel anwenden – genau aus diesem Grund. Die Volatilität in der Kryptowelt ist viel höher als in anderen Finanzmärkten.
Natürlich gibt es auch bei dieser extremen Marktbewegung weiterhin Gewinnchancen, hauptsächlich durch die Beteiligung an der Marktreinigung. Die klassischen Beispiele sind WBETH, BNSOL und USDE. Die ersten beiden sind PoS-Verzinsungs-Paket-Token, deren Wert an den Basiswert fest geknüpft ist. Daher haben diejenigen, die mutig gekauft haben, als beide Token um mehr als 80 % abgewertet waren, richtig gut verdient. Es gibt viele, die ihre Gewinne zeigen, und wenn man die Kurs- und Volumenentwicklung betrachtet, lassen sich hier mehrere Millionen US-Dollar an Arbitragepotenzial finden. Das heißt, wenn man genau zur rechten Zeit sieht, kann man beispielsweise 500 US-Dollar an ETH und über 60 US-Dollar an SOL kaufen. Was USDE betrifft, so fiel der Kurs sogar unter 0,65, was bedeutet, dass man den Dollar-Stablecoin mit einem Rabatt von 30–40 % erwerben konnte. Aktuell sind alle drei Token bereits wieder an ihren Referenzwert zurückgekehrt. Schade, dass ich gerade dabei war, einige Hedge-Long-Positionen zu schließen und es nicht gesehen habe.
Der Auslöser für diesen Rückgang war der plötzliche erneute Einsatz von Zöllen durch Trump, der zu einem starken Rückgang der US-Aktienmärkte führte und sich dann auf den Kryptomarkt auswirkte. Doch der so starke Einbruch war ausschließlich auf mangelnde Liquidität zurückzuführen, die zu einer Kette von Liquidationen führte. Unzählige Sicherheiten wurden rücksichtslos auf den Markt geworfen, was die Kurse stark nach unten drückte. Besonders nachdem die Orderbuch-Schicht durchbrochen wurde, konnten Market Maker vorübergehend keine Orders mehr platzieren, wodurch die Preise weiter abrutschten. In all den Jahren im Kryptobereich habe ich nie eine solche Korrektur erlebt, noch konnte ich mir vorstellen, dass so ein dramatischer Einbruch überhaupt möglich ist. Man muss also akzeptieren: Schwarze Schwan-Ereignisse lassen sich nicht allein durch Erfahrung vorhersagen. Respekt vor dem Markt ist das Richtige.
Was die Entwicklung nach diesem Einbruch betrifft: Sicher ist, dass die nächsten mindestens vier Wochen eine Erholungsphase sein werden. Es ist durchaus möglich, dass es kurzfristig einen überverkauften Rückgang gibt. Wenn man also einsteigen möchte, sollte man nicht nur langfristig denken, sondern auch vorab Limit-Orders platzieren, um im Fall eines Rückgangs zu verkaufen. Aus Erfahrung heraus: Wenn morgen kein zweiter massiver Einbruch stattfindet, wird es eine überverkaufte Erholung geben, danach erneut ein Rückgang und anschließend eine langwierige Erholung. Ob die Marktlage nach einem Monat bullisch oder bärisch sein wird, kann man jetzt noch nicht sagen. Ich selbst bin immer noch völlig ratlos.
Alles Gute.#1011


