1. Die Vorgeschichte und die Gegenwart von Kryptowährungen
„Bevor wir uns eingehender mit Kryptowährungen beschäftigen, lassen Sie uns einen Schritt zurücktreten und über eine grundlegende Frage nachdenken: Was ist eigentlich ‚Geld‘? Geld ist im Grunde ein allgemein akzeptiertes Medium für den Austausch von Werten. Die Papierwährung, die wir normalerweise verwenden, hat ihren Wert, weil der Staat und die Banken im Hintergrund garantieren, und die Bevölkerung Vertrauen in den Staat und die Banken hat.
Aber Kryptowährungen sind völlig anders; sie werden von keiner zentralen Institution ausgegeben. Sie verwenden ein komplexes System aus Kryptographie und Blockchain-Technologie, das jede Transaktion öffentlich und transparent macht und nicht verändert werden kann. Daher haben sie von Natur aus drei grundlegende Eigenschaften: Erstens, Dezentralisierung, keine Abhängigkeit von Banken, Peer-to-Peer-Transaktionen; zweitens, Blockchain, Transaktionen sind öffentlich und transparent, nicht veränderbar, jeder hat ein ‚öffentliches Hauptbuch‘; drittens, Knappheit, eine begrenzte Gesamtmenge, es gibt keine Überausgabe. Warum gibt es also so etwas Revolutionäres?“
2. Entstehung und Entwicklung der Kryptowährung
"Das geht zurück auf das Jahr 2008. Die globale Finanzkrise ließ viele Menschen das traditionelle Finanzsystem vertrauen. Man merkte, dass Banken und Regierungen zwar Bequemlichkeit brachten, aber auch Risiken bargen. Wenn das gesamte System Probleme hatte, waren gewöhnliche Menschen praktisch machtlos. In diesem Kontext stellte eine mysteriöse Person unter dem Pseudonym 'Satoshi Nakamoto' eine kühne Idee vor: 'Was wäre, wenn wir eine sichere und zuverlässige Währung ohne Banken und Regierungen schaffen könnten?' 2009 schuf er Bitcoin. Im Genesis-Block von Bitcoin steht eine Schlagzeile aus der Zeitung The Times, die als Satire auf die damaligen Bankenrettungspläne gedacht war und bereits eine rebellische Haltung ausdrückt. Wie sah nun die erste Begegnung dieser neuen 'digitalen Goldwährung' mit der realen Welt aus?"