📰 Nachricht
Kris Marszalek, CEO von Crypto.com, rief öffentlich die Regulierungsbehörden auf, die Börsen zu untersuchen, nachdem Rekordliquidationen von ~US$ 20 Milliarden auf dem Kryptomarkt aufgetreten waren.
In ihrem Beitrag (auf X, früher Twitter) forderte Marszalek eine Überprüfung der Gleichheit der Praktiken, indem sie in Frage stellte, ob einige Plattformen Betrieb verlangsamt haben, nicht zuließen, dass die Benutzer in kritischen Momenten handelten, Preise falsch interpretierten, oder in ihren internen Kontrollen gegen Manipulation versagten.
Eine relevante Zahl: Die Handelsplätze mit den höchsten Liquidationen waren Hyperliquid (~US$ 10,31 Milliarden), Bybit (~US$ 4,65 Milliarden) und Binance (~US$ 2,41 Milliarden).
Binance erkannte an, dass es ein Abkopplungsereignis mit Tokens wie USDe, BNSOL und WBETH gab, was zu erzwungenen Liquidationen für bestimmte Benutzer führte. Binance erklärte, dass betroffene Konten überprüft und verifiziert fehlerhafte Fälle entschädigt werden.
⚠️ Interpretationen, Implikationen und Warnungen
Mögliche Motivationen von Marszalek
Dieser Aufruf könnte ein legitimes Element haben: Wenn einige Plattformen in kritischen Momenten (Verlangsamung, Fehler, falsche Preise) versagt haben, besteht ein echtes Interesse daran, die Infrastruktur zu überprüfen.
Es könnte auch einen strategischen Unterton haben: Durch die Forderung nach Regulierung könnte Crypto.com seine institutionelle Position als 'proaktiv / vertrauenswürdig' gegenüber seinen Wettbewerbern stärken.
Offengelegte systemische Risiken
Die Tatsache, dass in 24 Stunden Liquidationen in Höhe von 20 Milliarden Dollar stattfanden, zeigt, wie fragil das System sein kann, wenn hohe Hebel, extreme Volatilität und negative makroökonomische Ereignisse zusammenkommen.
Wenn die Börsen teilweise oder vollständig 'ausgefallen' oder in kritischen Momenten verlangsamt waren, bringt das technische und infrastrukturelle Schwächen des Krypto-Ökosystems ans Licht.
Was sich ändern könnte, wenn die Aufsichtsbehörden handeln
Aufsichtsbehörden könnten verlangen bessere betriebliche Standards: hohe Verfügbarkeit, Echtzeitüberwachung, technische Audits, strengere Risikomanagement.
Es könnten spezifische Fälle von Plattformen untersucht werden, die den Betrieb nicht ermöglichten oder Aufträge unter Druck fragwürdig schlossen.
Es könnte Sanktionen, verpflichtende Entschädigungen oder neue Regeln zur Transparenz von Liquidationsmechanismen, Auftragsausführung und der Trennung von Kunden- und Plattformvermögen geben.
Einschränkungen / Vorsichtsmaßnahmen
Ein öffentlicher Aufruf garantiert nicht, dass die Aufsichtsbehörden sofort oder energisch handeln.
Die Jurisdiktionen haben unterschiedliche regulatorische Pläne und Prioritäten; einige Länder könnten ignorieren, andere schneller reagieren.
Nicht alle Fehler, die bei Liquidationen auftraten, sind 'schlechte Praktiken': Ein Teil könnte auf das Chaos des extremen Marktes, unvermeidliche technische Fehler oder globale Liquiditätsbedingungen zurückzuführen sein.


