Der Flash-Crash des Kryptowährungsmarktes in Höhe von 19 Milliarden Dollar am Wochenende hat Händler ins Wanken gebracht – und Analysten warnen, dass das Chaos nur gezeigt hat, wie zerbrechlich selbst ein „reifer“ Kryptomarkt unter der Oberfläche bleibt.

Nic Puckrin, Mitbegründer von The Coin Bureau, nannte es „eine brutale Erinnerung daran, dass mit dem Wachstum und der Reifung des Kryptomarktes die Risiken verstärkt werden.“ Er erklärte, dass die institutionelle Teilnahme und das Erscheinen von Spot-ETFs die Investoren in ein falsches Sicherheitsgefühl „wiegen“ hätten, was zu übermäßiger Hebelwirkung in einem Umfeld geführt hat, das weiterhin 24/7 mit dünner Liquidität handelt.

Puckrin fügte hinzu, dass das schockierendste Element war, wie „Händler selbst aus profitablen Positionen aufgrund von automatischem Deleveraging (ADL) an Börsen gezwungen wurden — ein stumpfes Instrument, das einer Prüfung bedarf.“ Dennoch stellte er fest, dass Ethereum und andere Blue-Chip-Assets bereits stark zurückgekommen sind, was darauf hindeutet, dass der Markt möglicherweise „Reset-Risiko“ für eine potenzielle Erholung in Q4 hat.

Stuart Connolly, Chief Investment Officer bei Deus X Capital, zog eine direkte Verbindung zwischen dem Crash und der neuesten Zollrhetorik von Präsident Trump, die seiner Meinung nach eine globale „Risiko-ab“-Welle ausgelöst hat, die den Kryptomarkt am stärksten getroffen hat. „Die Zollrhetorik von Präsident Trump hat ausgelöst, was wir als bedeutendes ‚Risiko-ab‘ innerhalb der Märkte betrachten, und der Kryptomarkt hat die Hauptlast davon getragen,“ sagte Connolly.

Er wies auf systemische Probleme hin — von Börsen, die Benutzer unabhängig von der Marge liquidieren, bis hin zu Ausfallzeiten und Preisdistorionen bei Stablecoins und Staking-Assets — als Schlüsselfaktoren, die den Verkaufsdruck verstärkten. Trotz des Schmerzes glaubt Connolly, dass es notwendig war: „Der Markt benötigte einen Reset. Und wenn Präsident Trumps Position sich abschwächt, wie es scheint, werden wir in Q4 höhere Krypto-Assets sehen als Ergebnis.“

Der Konsens ist klar: Die Säuberung war schmerzhaft, aber sie könnte genau das gewesen sein, was der Kryptomarkt brauchte. Mit dem Abbau von Hebel und stabilisierenden Stimmungen sehen beide Analysten hellere Aussichten, während die Branche sich auf das vorbereitet, was möglicherweise ein stärkerer Jahresabschluss sein könnte.

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