In den letzten Jahren hat die Erzählung von Layer-2 eine Evolution von „Wettbewerb um die Leistung eines einzelnen Rollups“ zu „modularen Kriegen“ durchlaufen. Wir haben die heftigen Auseinandersetzungen zwischen Optimistic Rollups und ZK-Rollups sowie das Aufblühen der DA (Datenverfügbarkeit) Schicht miterlebt. Dennoch wurde damit ein grundlegendes Nutzerproblem nicht gelöst: die Fragmentierung von Liquidität und Zustand. Benutzervermögen sind auf Dutzende von nicht miteinander verbundenen L2-Inseln gefangen, und die Cross-Chain-Operationen bieten nicht nur eine schlechte Erfahrung, sondern sind auch mit enormen Sicherheitsrisiken verbunden.

Heute steht die Entwicklung von L2 vor dem nächsten, möglicherweise endgültigen Paradigma – „Superchain“ oder „Aggregationsschicht“. Es geht nicht mehr um den Sieg einer einzelnen Kette, sondern darum, wie man unzählige L2 nahtlos zu einem logisch einheitlichen, erfahrungsgemäß nahtlosen riesigen Netzwerk „aggregiert“. Die Vision der „Superchain“ von OP Stack und die Architektur von Polygon's „AggLayer“ sind zwei herausragende Vertreter dieses Trends.

Der technische Kern der „Superchain“ – die Art und Weise, wie L2 verbunden wird, neu gestalten:

  1. Geteilter dezentraler Sequencer (Shared Sequencer): Dies ist die Grundlage für ein nahtloses Erlebnis. In traditionellen L2 hat jede Chain ihren eigenen Sequencer, was zu Verzögerungen bei zwischenketten Transaktionen führt und die Atomarität schwer erreichbar macht. In der Architektur der Superchain kann ein geteiltes, dezentrales Sequencer-Netzwerk gleichzeitig mehrere L2 transaktionen sortieren und bündeln. Das bedeutet, dass Nutzer in einer Transaktion „atomare zwischenketten Kombinationen“ erreichen können – zum Beispiel, indem sie in Aave auf Chain A Sicherheiten abziehen und diese sofort in Uniswap auf Chain B verkaufen, wobei der gesamte Prozess so reibungslos abläuft, als ob er auf einer einzigen Chain durchgeführt wird.

  2. Einheitliche zwischenketten Brücke und Zustandswurzeln (Unified Bridge & State Roots): Die Superchain setzt die Zustandswurzeln (State Roots) aller Mitglied L2 über eine einheitliche, vertrauenslose Brücke (in der Regel eine ZK-Brücke oder ein optimiertes Betrugsnachweissystem) auf Ethereum L1 ab. Dies erhöht die Sicherheit und Kapitaleffizienz erheblich, sodass Nutzervermögen nahezu sofort zwischen allen L2 im Ökosystem transferiert werden kann, ohne lange Wartezeiten oder die Risiken von Drittanbieterbrücken.

  3. Standardisierte Governance- und Kommunikationsprotokolle: Die Superchain gewährleistet die Interoperabilität und Konsistenz aller Chains im Ökosystem durch standardisierte Entwicklungskits (wie OP Stack oder Polygon CDK) und zwischenketten Kommunikationsprotokolle. Neue Chains können „Plug-and-Play“ sein und ab dem ersten Tag auf die Liquidität und Nutzerbasis des gesamten Netzwerks zugreifen, wodurch das „Cold Start“-Problem von L2 vollständig gelöst wird.

Fazit:
Das Paradigma der „Superchain“ markiert die Dimensionserweiterung im Wettbewerb um L2. Der zukünftige L2-Krieg wird kein „Involutions“-Wettbewerb um die Leistung einzelner Chains mehr sein, sondern ein Wettkampf um die Aggregationsfähigkeit des Ökosystems und die Netzwerkeffekte. Für die Nutzer bedeutet dies, dass eine Web3-Ära bevorsteht, in der sie sich nicht mehr um „auf welcher Chain bin ich“ kümmern müssen; für die Entwickler bedeutet dies, dass sie „Superanwendungen“ bauen können, die in der Lage sind, die gesamte Liquidität und den Status des Ökosystems nahtlos abzurufen, was zuvor undenkbar war. Das ist das wahre Ende der Skalierung von L2.

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