Frühe Warnservices, das Mutterunternehmen der in den USA ansässigen Zahlungsplattform Zelle, hat die Integration von Stablecoins in sein System angekündigt, um grenzüberschreitende Transaktionen zu erleichtern. Zelle, das 2017 eingeführt wurde, ermöglicht nahezu sofortige Zahlungen zwischen Nutzern und ist in die Online-Banking-Dienste zahlreicher US-Banken wie Wells Fargo, JPMorgan Chase, Capital One und PNC eingebettet. Diese Entwicklung spiegelt einen breiteren Trend im Finanzsektor wider, Stablecoins und Blockchain-Technologie zu übernehmen, um Echtzeit-Abwicklungen und internationalen Handel zu verbessern.
Der Markt für stabile Kryptowährungen hat ein erhebliches Wachstum erfahren, wobei die Marktkapitalisierung im Oktober 308 Milliarden Dollar überstieg, so DeFiLlama. Diese Expansion fällt mit der Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes durch den US-Präsidenten Donald Trump im Juli zusammen, das einen regulatorischen Rahmen für stabile Kryptowährungen geschaffen hat und deren Akzeptanz im Finanzdienstleistungsbereich weiter fördert. Ursprünglich entworfen, um Token mit geringer Volatilität für den Handel mit Kryptowährungen anzubieten, werden an den Dollar gebundene stabile Kryptowährungen zunehmend für grenzüberschreitenden Handel, Überweisungen und Ersparnisse genutzt, insbesondere in Ländern mit hoher Inflation.
In Lateinamerika wenden sich sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen zunehmend stabilen Kryptowährungen als Alternative zu traditionellen Bankensystemen zu, die häufig mit Infrastrukturproblemen konfrontiert sind. Patricio Mesri, Mit-CEO der lateinamerikanischen Abteilung von Bybit, betonte die rasche Akzeptanz von Kryptowährungen in Ländern wie Argentinien, Venezuela, Bolivien und Mexiko. Reeve Collins, Mitgründer des Stablecoin-Herausgebers Tether, prognostizierte, dass Fiat-Währungen bis 2030 weitgehend zu stabilen Kryptowährungen übergehen könnten, und hob deren Potenzial hervor, eine zentrale Rolle im zukünftigen globalen Finanzökosystem zu spielen.



