Es ist kein Geheimnis, dass man in der Krypto-Welt Rendite erzielen kann... klar, wenn man weiß, wie man gewinnt. Doch dieses Jahr 2025 war zweifellos eines der härtesten Jahre zum Investieren. Ein Jahr voller falscher Hoffnungen, seltsamer Bewegungen und einer Marktmanipulation, die viele mit mehr Fragen als Antworten zurückgelassen hat.
Zu Beginn des Jahres versprachen viele Altcoins einen soliden Anstieg, mit Grafiken, die auf einen neuen Aufwärtstrend hindeuteten. Das allgemeine Sentiment war optimistisch: neue Projekte, wachsende Akzeptanz, klarere Vorschriften... alles deutete auf eine goldene Phase hin. Doch die Realität war eine andere. Nach und nach begann der Markt, Ermüdungserscheinungen zu zeigen, und was wie eine technische Korrektur aussah, verwandelte sich in einen langanhaltenden Rückgang.
Der 9. Oktober war ein Wendepunkt. Wir erlebten einen der abruptesten Rückgänge des Jahres, einen dieser Tage, die im Gedächtnis eines jeden Investors bleiben. Viele machten die Zölle und geopolitischen Spannungen dafür verantwortlich, und obwohl es stimmt, dass diese Faktoren indirekt den Preis von Kryptowährungen beeinflussen können, rechtfertigen sie eine so gewalttätige Reaktion nicht.
Satoshi Nakamoto schuf $BTC mit der Vision eines dezentralisierten Währungssystems, frei von der Kontrolle durch Regierungen und Banken. Ein Geld des Volkes, für das Volk. Im Laufe der Zeit haben wir jedoch eine trübe Realität entdeckt: Nicht nur Regierungen und Banken können einen Markt kontrollieren. Heute haben große Fonds, Wale und institutionelle Akteure Wege gefunden, die Preise zu bewegen, die Liquidität zu manipulieren und mit den Gefühlen der Kleinanleger zu spielen.
Ich dachte, dass Trumps Sieg der Katalysator sein könnte, den wir benötigten, um den Aufwärtstrend mit einem großen Finale zu beenden —ein politischer, wirtschaftlicher und psychologischer Impuls, der die Risikobereitschaft reaktivieren könnte—, aber das war nicht der Fall. Stattdessen sahen wir einen geschwächten, misstrauischen Markt, der von künstlichen Bewegungen geplagt war.
Und dann frage ich mich: Sind wir wirklich in einem dezentralisierten Markt? Oder leben wir nur in einer neuen Version des alten Systems, verkleidet als Blockchain und finanzielle Freiheit?
Vielleicht ist das Problem nicht die Technologie —die weiterhin revolutionär ist—, sondern wer sie kontrolliert und wie wir sie nutzen. Vielleicht besteht die wahre Herausforderung der Krypto-Welt nicht darin, neue historische Höchststände zu erreichen, sondern ihre ursprüngliche Essenz zurückzugewinnen: Unabhängigkeit, Transparenz und Gemeinschaft. $ETH

