
Der Fahrplan von Stellar für die Zukunft konzentriert sich auf Skalierung, Datenschutz und die Bereitschaft für den Unternehmenseinsatz.
Protokoll 24 Upgrade (2026) – Verbesserung des Datenschutzes durch die Verwendung von Zero-Knowledge-Proofs.
Composable Data Platform (Q1 2026) – On-Chain-Analysewerkzeuge für Unternehmensbedürfnisse.
Freighter Wallet Mobile (Q1 2026) – Integration von sozialem Login und Einweg-Wallets.
Erweiterung der Chainlink-Integration (Laufend) – Verbesserung der DeFi- und RWA-Funktionen.
1. Protokoll 24 Upgrade (2026)
Nach einem großen Leistungssteigerung im Protokoll 23 - das einen Durchsatz von 5.000 TPS und eine Finalität von etwa 2,5 Sekunden erreichte - bereitet sich Stellar darauf vor, Protokoll 24 zu starten. Dieses Update konzentriert sich auf die Einführung von Zero-Knowledge-Proofs und fortschrittlichen Datenschutzfunktionen, die für Unternehmen, die vertrauliche Vermögenswerte transaktionen benötigen, von großer Bedeutung sind. Diese Initiative nutzt auch die Zusammenarbeit von Stellar mit Zama und OpenZeppelin bei der Entwicklung von kryptografischer Technologie.
Auswirkungen:
Aus Sicht der Nutzbarkeit können regulatorisch kompatible Datenschutzfunktionen die institutionelle Nachfrage nach XLM steigern. Dennoch können Herausforderungen bei der Implementierung von ZKP und potenzielle Sensibilität der Aufsichtsbehörden die Geschwindigkeit der Akzeptanz beeinflussen.
2. Composable Data Platform (Q1 2026)
Übersicht:
Die Version CDP 1.0 ist darauf ausgelegt, Institutionen dabei zu unterstützen, On-Chain-Daten zu sammeln, zu verarbeiten und zu analysieren – von Zahlungsströmen bis hin zur Tokenisierung von Vermögenswerten – über anpassbare APIs. Diese Plattform setzt den bisherigen Erfolg von Stellar fort, der bereits mehr als 500 Millionen US-Dollar an realen Vermögenswerten (RWA) verwaltet hat sowie Kooperationen mit Partnern wie WisdomTree eingegangen ist.
Auswirkungen:
CDP könnte die Tokenisierung von Vermögenswerten beschleunigen, indem er die Compliance-Berichterstattung effizienter gestaltet. Dennoch bleibt der Wettbewerb mit großen Ökosystemen wie Ethereum und Solana weiterhin die größte Herausforderung für Stellar im Bereich der Unternehmensblockchain.
3. Freighter Wallet Mobile Launch (Q1 2026)
Übersicht:
Die mobile Version von Freighter wird mit Social Login über Google und Apple ID sowie mit einer einmaligen Wallet-Funktion für Unternehmen ausgestattet sein. Diese Einführung ergänzt den bereits bestehenden „hosted“-Modus in der Stellar Disbursement Platform, der bereits für die Verteilung großer Geldbeträge genutzt wurde.
Auswirkungen:
Eine einfachere Benutzererfahrung kann die Akzeptanz in Schwellenmärkten fördern. Dennoch birgt die Nutzung von Social Login technische und Sicherheitsrisiken, die sorgfältig adressiert werden müssen.
4. Erweiterung der Chainlink-Integration (laufend)
Übersicht:
Die Beteiligung von Stellar am Chainlink Scale-Programm ermöglicht die Nutzung von Data Feeds und CCIP, um Cross-Chain-Wechselkurse von Stablecoins sowie RWA-Kollateralen zu unterstützen. Ein Beispiel für eine frühe Implementierung ist die Übertragung von USDC ohne Bridge über das NEAR-Protokoll.
Auswirkungen:
Diese Integration stärkt die Position von Stellar im Ökosystem der dezentralen Finanzen (DeFi) über verschiedene Ketten hinweg. Dennoch birgt die Abhängigkeit von Drittanbieter-Oracles weiterhin zusätzliche Risiken für Smart Contracts.
Zusammenfassung
Stellar befindet sich in einer neuen Phase: von einem effizienten Zahlungsnetzwerk hin zu einer Blockchain-Infrastruktur, die für institutionelle Anforderungen, Datenschutz und die Tokenisierung realer Vermögenswerte geeignet ist. Der Erfolg von Protocol 24 und CDP könnte entscheidend für den Bereich RWA sein, der strenge Compliance-Anforderungen erfordert. Dennoch bleiben technische Umsetzung und Marktentwicklung von Altcoins entscheidende Faktoren.
Die zentrale Frage lautet nun: Ist der Fokus von Stellar auf regulierte Vermögenswerte stark genug, um die Dominanz von Ethereum im offenen DeFi zu unterminieren?