Die Marktkapitalisierung (Marktkapital) in Kryptowährungen ist der Gesamtwert des zirkulierenden Angebots eines Tokens, berechnet als aktueller Preis multipliziert mit den zirkulierenden Tokens. Die vollständig verwässerte Bewertung (FDV) erweitert dies auf das maximale Gesamtangebot, wobei davon ausgegangen wird, dass alle Tokens freigegeben werden.
Das Verhältnis von Marktkapitalisierung / FDV entspricht dem zirkulierenden Angebot geteilt durch das Gesamtangebot, oft als Prozentsatz ausgedrückt. Ein hohes Verhältnis (z. B. 80-100 %) zeigt an, dass die meisten Tokens bereits zirkulieren, was das Risiko einer zukünftigen Verwässerung minimiert. Dies deutet auf Stabilität hin, was für langfristige Investoren attraktiv ist, da der Preis weniger wahrscheinlich aufgrund von Angebotszuflüssen sinkt. Beispiele sind ausgereifte Vermögenswerte wie Bitcoin.
Umgekehrt signalisiert ein niedriges Verhältnis (z. B. 20-40 %) ein erhebliches nicht freigegebenes Angebot, möglicherweise aus Vesting, Belohnungen oder Emissionen. Dies birgt das Risiko einer Verwässerung: Wenn Tokens freigeschaltet werden, erhöht sich das Angebot, was den Preis nach unten drückt, wenn die Nachfrage nicht entsprechend steigt. Händler betrachten niedrige Verhältnisse als Warnzeichen für Überbewertung und meiden oft solche Tokens oder gehen short, insbesondere vor Freigabeereignissen. Historische Fälle wie ICP im Jahr 2021 zeigen scharfe Rückgänge nach der Verwässerung.
Im Handel hilft das Verhältnis bei der Risikoabschätzung – kombiniert mit Freigabezeitplänen und Fundamentaldaten für Strategien wie den zeitlichen Kauf nach Freigaben oder die Diversifizierung von Portfolios. Es ist nicht narrensicher, ignoriert Verbrennungen oder Nachfragesch shifts, hebt jedoch die Fallstricke auf der Angebotsseite für informierte Entscheidungen hervor.

