
Die Nasdaq International Securities Exchange (Nasdaq ISE) hat einen formellen Antrag bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht, um die Positionsgrenze für Optionen, die mit BlackRocks IBIT — einem wichtigen Spot-Bitcoin-ETF — verbunden sind, von 250.000 Verträgen auf 1.000.000 zu erhöhen.
Die bestehende Obergrenze wurde ursprünglich von 25.000 auf 250.000 Anfang 2025 erhöht, da das Handelsvolumen anstieg. Der Antrag von Nasdaq macht deutlich, dass die frühere Obergrenze jetzt als einschränkend angesehen wird, insbesondere angesichts der wachsenden institutionellen Nachfrage nach Bitcoin-Derivaten.
Wenn genehmigt, würde diese Änderung einen bedeutenden Vertrauensbeweis darstellen – was signalisiert, dass Regulierungsbehörden und Institutionen gleichermaßen IBIT nicht nur als ein Nischen-Krypto-Produkt, sondern als ein Mainstream-Finanzinstrument auf Augenhöhe mit großen Aktien-ETFs und Rohstofffonds sehen.
Gute Beobachtung.. neuer Vorschlag, die Positionslimits für IBIT-Optionen auf 1 Million Verträge zu erhöhen. Sie haben das Limit im Juli auf 250.000 (von 25.000) angehoben. $IBIT ist jetzt der größte Bitcoin-Optionsmarkt der Welt nach offenem Interesse. https://t.co/oxaUtP9Kyc
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) November 26, 2025
Was das für den Markt bedeutet
Laut Branchenbeobachtern könnte die Aufhebung der Beschränkungen die Marktliquidität erheblich verbessern. Ein erfahrener quantitativer Händler sagte den Medien, dass, sobald die Limits aufgehoben sind, IBIT-Optionen „dichtere Orderbücher, engere Spreads und einen effizienteren Optionsmarkt“ sehen werden. Das bedeutet im Effekt, dass institutionelle Akteure – Hedgefonds, Pensionsfonds, große Allokatoren – es einfacher finden werden, ihre Exposition zu bewerten, große Positionen abzusichern oder Einkommensgenerierungsstrategien zu verfolgen, ohne durch niedrige Vertragsobergrenzen behindert zu werden.
Ein Analyst ging so weit zu sagen, dass diese Neupositionierung Bitcoin (über IBIT) „in die gleiche Liga wie riesige, liquideste Aktien auf der Erde“ bringt – und dessen potenziellen institutionellen Fußabdruck mit etablierten Giganten vergleicht.
Für Bitcoin-Märkte könnte dies eine strukturelle Evolution markieren: ein Übergang vom Einzelhandels- und Krypto-nativen Handel hin zu einer regulierten, institutionellen Infrastruktur. Das Transaktionsvolumen und das Interesse an Derivaten könnten wachsen, die Volatilität reduzieren, während sich die Märkte erweitern und vertiefen.
Während die Derivatemärkte reifen, sehen viele dies als einen Schritt zur Legitimierung von Bitcoin als eine Kernvermögensklasse und nicht als ein spekulatives Instrument. Im Laufe der Zeit könnte dies beeinflussen, wie traditionelle Vermögensverwalter allokieren – was potenziell die Bitcoin-Exposition in Portfolios erhöhen könnte, die zuvor vorsichtig mit der Volatilität von Krypto und den Compliance-Problemen waren.
Mit diesem Antrag argumentiert Nasdaq effektiv, dass „digitales Gold“ – über IBIT – die gleiche institutionelle Behandlung verdient wie etablierte ETFs. Investoren, Regulierungsbehörden und Marktbeobachter werden nun genau beobachten, ob die SEC den Vorschlag genehmigt und wie schnell der Markt reagiert.
