Der Marktplatz für Vorhersagen Kalshi sah sich kürzlich mit einem Rückschlag konfrontiert, nachdem ein Bundesrichter in Nevada entschied, dass Verträge, die an Sportereignisse gebunden sind, durch die Gesetze der Bundesländer reguliert werden können, was den Glauben der Branche in Frage stellt, dass die bundesstaatliche Aufsicht durch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ausreichend war. Dies hat regulatorische Unsicherheit für Kalshi und andere Plattformen geschaffen, die ähnliche Produkte anbieten, wie Robinhood und Crypto.com.

Regulatorischer Hintergrund und rechtliche Herausforderungen

Bundes- gegen Landeszuständigkeit: Kalshi und seine Unterstützer haben argumentiert, dass ihr Status als Designated Contract Market bei der CFTC der Bundesbehörde die ausschließliche Zuständigkeit über ihre Veranstaltungsverträge geben sollte. Das kürzliche Urteil aus Nevada wies jedoch dieses Argument zurück und stellte fest, dass sportbezogene Verträge unter dem Bundesrecht nicht als "Swaps" qualifiziert sind und somit der Regulierung durch die Bundesländer unterliegen.

Unmittelbare Auswirkungen: Nach der Entscheidung in Nevada hat Crypto.com sportbezogene Verträge für Einwohner von Nevada ausgesetzt. Kalshi sieht sich ähnlichem Druck gegenüber, während es gegen das Urteil Berufung einlegt.

Weitere Implikationen: Das Urteil in Nevada könnte einen Präzedenzfall für einen regulatorischen Kampf von Bundesstaat zu Bundesstaat für Vorhersagemärkte schaffen, was die wahrgenommene regulatorische Klarheit für Unternehmen, die unter bundesstaatlicher Registrierung tätig sind, stören könnte.

Zusätzliche rechtliche Auseinandersetzungen: Kalshi sieht sich auch Klagen von Stammesglücksspielunternehmen in Wisconsin und Kalifornien gegenüber, die behaupten, dass die Plattform gegen die Glücksspielvorschriften der Stämme verstößt. Mehrere Bundesstaaten, einschließlich New Jersey und Maryland, haben ebenfalls Unterlassungsaufforderungen erlassen.

Mögliche Berufung vor dem Obersten Gerichtshof: Laut einem politischen Analysten bei TD Cowen könnte die Frage der Zuständigkeit letztendlich vor dem Obersten Gerichtshof landen, obwohl eine endgültige Entscheidung Jahre entfernt sein könnte.

Zukünftige Aussichten

Unsicherheit für Vorhersagemärkte: Der rechtliche Rückschlag in Nevada bringt erhebliche regulatorische Unsicherheit in den Sektor der Vorhersagemärkte. Dies könnte Plattformen zwingen, ein komplexes Flickwerk von staatlichen Vorschriften zusätzlich zur bundesstaatlichen Aufsicht zu navigieren.

Die kontrastierende Situation von Polymarket: Während Kalshi mit rechtlichen Hürden konfrontiert ist, hat ein anderer Vorhersagemarkt, Polymarket, die Genehmigung der CFTC erhalten, um wieder in den US-Markt einzutreten, was ihm potenziell einen Vorteil verschafft.

Wachsendes institutionelles Interesse: Trotz der regulatorischen Herausforderungen erkunden institutionelle Akteure wie Galaxy Digital weiterhin Partnerschaften mit Plattformen für Vorhersagemärkte, was auf ein anhaltendes Interesse an diesem Sektor hinweist.

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