​Der globale Stablecoin-Markt wĂ€chst exponentiell, was die Zentralbanken weltweit dazu veranlasst, die Risiken und Auswirkungen auf die finanzielle StabilitĂ€t und monetĂ€re SouverĂ€nitĂ€t zu analysieren. Ein aktuelles Memo des schwedischen Zentralbank (Sveriges Riksbank) mit dem Titel „Stablecoins könnten zu besseren Zahlungen fĂŒhren, aber Risiken bleiben“, bietet eine entscheidende Bewertung dieses aufstrebenden Sektors.


💰 Explosives Wachstum und USD-Dominanz


​Der Bericht der Riksbank unterstreicht das dramatische Wachstum des Sektors:



  • MarktgrĂ¶ĂŸe: Die globale Marktkapitalisierung von Stablecoins, die an offizielle WĂ€hrungen gebunden sind, stieg von gerade einmal 4 Milliarden Dollar im Januar 2020 auf 272 Milliarden Dollar bis Oktober 2025.


  • USD-Hegemonie: Erstaunliche 99 % dieser Stablecoins sind an den US-Dollar gebunden. Diese Dominanz hebt die derzeitige Rolle des Stablecoin-Marktes hervor, hauptsĂ€chlich als BrĂŒcke fĂŒr das Krypto-Ökosystem, anstatt als weit verbreitetes Zahlungsmittel außerhalb des Krypto-Handels.


J.P. Morgan Global Research bestĂ€tigt dieses Wachstum und prognostiziert, dass der Markt fĂŒr Stablecoins in den kommenden Jahren realistisch 500–750 Milliarden Dollar erreichen könnte.


🚹 Kernanliegen und Risiken der Riksbank


WĂ€hrend das Potenzial von Stablecoins fĂŒr schnellere und programmierbare Zahlungen anerkannt wird, Ă€ußerten die Riksbank und andere europĂ€ische Institutionen erhebliche Bedenken:



  • Finanzielle StabilitĂ€tsrisiken: Das schnelle Wachstum und die zunehmenden Verbindungen zur traditionellen Finanzwelt (durch Sicherheiten) werfen Bedenken hinsichtlich systemischer Spillover-Risiken auf. Das Potenzial fĂŒr großflĂ€chige RĂŒckzahlungsaktionen könnte FeuerverkĂ€ufe von Sicherheiten erzwingen und die traditionellen FinanzmĂ€rkte destabilisieren.


  • MonetĂ€re SouverĂ€nitĂ€t: Die starke AbhĂ€ngigkeit von USD-referenzierten Stablecoins könnte zu einer erhöhten "Dollarisation" in kleineren Volkswirtschaften fĂŒhren. Die Riksbank hebt das Risiko hervor, dass LĂ€nder von auslĂ€ndischen Stablecoin-Anbietern abhĂ€ngig werden, wodurch ihre Autonomie bei Zahlungen und Geldpolitik untergraben wird.


  • Regulatorisches Arbitrage: Die variierende globale regulatorische Landschaft, trotz des MiCAR der EU, schafft Möglichkeiten fĂŒr "regulatorisches Arbitrage", was Risiken und Verwundbarkeiten schaffen kann.


⚖ Regulatorische Antwort und der Weg nach vorne


Das Memo der Zentralbank schließt mit dem Hinweis auf die dringende Notwendigkeit eines klaren politischen Rahmens:



  • Globale Zusammenarbeit: Starke internationale Kooperation wird als unerlĂ€sslich erachtet, um die grenzĂŒberschreitenden Risiken zu bewĂ€ltigen, die von globalen Stablecoins ausgehen.


  • Zugang klĂ€ren: Zentralbanken mĂŒssen entscheiden, ob sie Stablecoin-Emittenten Zugang zu den Abwicklungssystemen und LiquiditĂ€tsfazilitĂ€ten der Zentralbank gewĂ€hren.


  • Klarna’s Schritt: Diese Warnungen der Zentralbank kommen, da Schwedens eigener Riese im Bereich „Jetzt kaufen, spĂ€ter bezahlen“, Klarna, PlĂ€ne angekĂŒndigt hat, einen in US-Dollar denominierten Stablecoin, KlarnaUSD, bis 2026 einzufĂŒhren. Dieser Schritt spiegelt den zunehmenden Trend wider, dass traditionelle Finanzinstitute am Stablecoin-Markt teilnehmen, um die Kosten fĂŒr grenzĂŒberschreitende Zahlungen zu senken.#squarecreator #news $BTC

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