Das Update von Fusaka war eine logische Fortsetzung des Ethereum-Kurses zur Skalierung ohne drastische Erhöhung der Anforderungen an die Knoten. Dies ist bereits der zweite große Hard Fork des Netzwerks im Jahr 2025 nach dem Frühlingsupdate, und es wurde offiziell Anfang Dezember im Hauptnetz aktiviert. Sein Ziel ist es nicht, Ethereum "neu zu erfinden", sondern die Basis für das Leben in einer Welt vorzubereiten, in der der Großteil des Benutzertraffics durch Second-Layer-Netzwerke läuft. Aus technischer Sicht geht es darum, wie die Basis Daten verarbeitet und speichert, damit L2 sicher und kostengünstig darauf skalieren können.

Die zentrale Idee von Fusaka ist es, die Arbeit mit Daten für L2 effizienter zu gestalten. In den Kern des Protokolls wurde ein Mechanismus zur stichprobenartigen Überprüfung der Datenverfügbarkeit (PeerDAS) integriert: Validatoren müssen nicht mehr alle Informationen aufnehmen, sondern können nur zufällige Teile von „Blobs“ überprüfen und dabei das gleiche Vertrauensniveau aufrechterhalten. Parallel dazu werden die Limits für Daten und die Bandbreite der Blöcke erhöht, damit die Basisschicht physisch in der Lage ist, den wachsenden Transaktionsstrom aus Rollup-Netzwerken zu bedienen. Für den Benutzer sieht das einfach aus: weniger Überlastungen und vorhersehbarere Gebühren in Zeiten hoher Last.

Für Entwickler und Betreiber von Fusaka-Knoten ist dies ein Schritt in Richtung „mehr Transaktionen ohne verrückte Hardwareanforderungen“. Das Set von Verbesserungen wird durch ein Paket von EIPs realisiert, die mehrere Testnets durchlaufen haben, was das Risiko unerfreulicher Überraschungen im Mainnet verringert. Dabei wurde die Architektur so gestaltet, dass die Kompatibilität mit bestehenden Verträgen und Anwendungen nicht beeinträchtigt wird: Für dApps und Wallets funktioniert alles weiterhin wie gewohnt, aber unter der Haube wird das Netzwerk flexibler für weiteres Wachstum der Last.

Für den Markt ist Fusaka mehr über das Fundament als über die sofortige Preisreaktion. In früheren Zyklen wurden große Updates bereits zu Katalysatoren für starke Bewegungen bei $ETH , aber ihre wahre Wirkung zeigte sich später - durch ein Wachstum der Aktivität im Ökosystem und die Verlagerung immer größerer Anzahl von Operationen auf L2. Das aktuelle Update verstärkt dieselbe Linie: Ethereum versucht immer weniger, „die ganze Welt in L1 zu quetschen“, und verwandelt sich zunehmend in eine robuste Berechnungsschicht für die zweite Ebene. Für uns als Teilnehmer bedeutet das eine einfache Sache: Je zuverlässiger und skalierbarer die Basisinfrastruktur ist, desto größer sind die Chancen, dass der nächste Wachstumszyklus im Ökosystem nicht auf Hype, sondern auf tatsächlich funktionierenden Technologien basiert.

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