Mt.Gox wurde 2010 in Tokio, Japan, gegründet und begann zunächst mit dem Handel von virtuellen Karten, bevor es sich in eine Bitcoin-Börse verwandelte. In seiner Blütezeit kontrollierte es etwa 80% des weltweiten Bitcoin-Handelsvolumens und war die damals größte Bitcoin-Handelsplattform.
Im Februar 2014 schloss die Plattform plötzlich alle Handelsaktivitäten und beantragte Insolvenz, wobei sie behauptete, dass etwa 850.000 Bitcoins gestohlen wurden, von denen später nur etwa 200.000 zurückgeholt werden konnten. Die Polizei stellte jedoch fest, dass es sich hierbei nicht um einen einfachen Hackerangriff handelte; vielmehr war der damalige Verantwortliche Mark Karpeles in den Diebstahl verwickelt, wobei nur 7.000 Bitcoins tatsächlich von Hackern gestohlen wurden. Er hatte auch Kundengelder für Investitionen und den Kauf persönlicher Gegenstände missbraucht und gleichzeitig Handelsdaten manipuliert, um das Problem zu verschleiern. 2015 wurde Karpeles verhaftet, und 2019 verurteilte das Gericht ihn schließlich wegen Datenmanipulation zu 30 Monaten Haft, davon 4 Jahre auf Bewährung.
Nach dem damaligen Preis betrug der Wert der verlorenen Bitcoins etwa 430 Millionen US-Dollar, was zu einem sofortigen Rückgang des Bitcoin-Preises um 30% führte und zahlreiche Nutzervermögen zunichte machte. Darüber hinaus erschütterte dieser Vorfall das Vertrauen der Investoren in Kryptowährungen erheblich und führte dazu, dass weltweit die Sicherheit von Kryptowährungsbörsen stärker in den Fokus rückte und die Regierungen ihre Regulierungsmaßnahmen für den Kryptowährungshandel verstärkten.