Vor ein paar Tagen habe ich das Video über 'Kenia Aufsatz Schreiben' von Filmstorm gesehen und habe tiefes Gefühl der Machtlosigkeit verspürt.
Eine große Anzahl hochgebildeter Menschen kann aufgrund des Mangels an industrieller Entwicklung im Land nur durch körperliche Arbeit auf Märkten überleben oder ihr Wissen billig verkaufen - um den 'Faulenzern' in den entwickelten Ländern beim Schreiben von Aufsätzen zu helfen. Dasselbe Wissen hat, je nach Umgebung, ganz unterschiedliche Schicksale.
Das bringt mich erneut zum Nachdenken: Warum ist ein hoher Bildungsgrad ≠ hohe Kognition?
Die Antwort könnte hier sein: Wenn man das menschliche Gehirn mit einem Computer vergleicht:
📂 Wissen sind die Daten auf der Festplatte (Data).
⚙️ Kognition ist der Algorithmus und das Betriebssystem (OS) der CPU.
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Das Beispiel Kenia lehrt uns: Wissen selbst wird entwertet und wird zu einer bloßen Rohware.
Oft horten wir eifrig Wissen (auswendig lernen, Prüfungen bestehen), während wir ignorieren, dass das Betriebssystem längst veraltet ist. Das führt zu "hohen Noten, aber geringer Fähigkeit" - eine Fülle von Daten, aber unfähig, komplexe zwischenmenschliche Beziehungen oder Geschäftsentscheidungen zu bewältigen.
▸ Wissen ist Addition: Heute ein Wort lernen, morgen eine Formel lernen, Lagerbestand +1.
▸ Kognition ist Multiplikation: Nach dem Upgrade der Logik wird der gesamte Lagerbestand reaktiviert, und die Effizienz verdoppelt sich.
Wissen ist die Zutat, Kognition ist das Kochhandwerk. Ohne Kognition ist Wissen nur ein Haufen ungenutzter Lagerbestände; ohne Wissen ist Kognition ein Luftschloss, das nicht verwirklicht werden kann.
Aber heute ist „Kognition“ zehntausendmal teurer als „Wissen“.
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Das Grausamste im Video ist immer noch: Die Umgebung ist die Decke.
Als ich (Naval's Handbuch) las, war ich von einem Satz sehr beeindruckt:
„Die drei wichtigsten Entscheidungen im Leben sind: Wo du lebst, mit wem du zusammen bist und was du tust.“
Wenn Gene Hardware sind, ist die Umgebung die Trainingsdaten. In einer isolierten oder rückständigen Umgebung ist das größte Risiko nicht "kein Geld", sondern die "Mangelmentalität" (Scarcity Mindset).
Diese Mentalität wird die Bandbreite des Gehirns blockieren: Sie lässt dich einen ganzen Tag für ein paar Euro verschwenden und dich nur auf das aktuelle Bestands-Spiel konzentrieren, ohne die langfristigen Wachstumschancen zu sehen. Das ist auch der Grund, warum einige Menschen, selbst wenn sie Wissen haben, nicht aus dem Kreislauf der Armut herauskommen können.
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Wenn der Körper vorübergehend nicht weg kann, müssen wir "digitale Flucht" machen.
1️⃣ Eine "digitale Enklave" schaffen
Wenn der Algorithmus dich im Komfortbereich festhalten will, musst du es andersherum machen. Reinige die Timeline, mache dein Handy zu einem Fenster nach Silicon Valley oder Wall Street, und nicht zu einem Spielzimmer am Dorfplatz.
2️⃣ Bekämpfe das „Arme-Denken“ und lerne „reiche Ausgaben“ - nicht Geld ausgeben ohne Sinn, sondern den Mut haben, „Geld für Zeit auszugeben“.
Alles, was man mit Geld kaufen kann, ist billig. Nutze die gesparte Bandbreite, um darüber nachzudenken, wie man die Situation ändern kann, anstatt sich darüber zu ärgern, wie viel man beim Mittagessen gespart hat.
Zusammenfassung: Wissen lässt uns leben, aber Kognition lässt uns frei sein.
In dieser Zeit der Informationsüberflutung ist einfaches Wissen nichts mehr wert; "Filtern" und "Urteilen" sind das teuerste Gut.
Selbst wenn der Körper im Schlamm versinkt, solange der Informationskanal von Weltklasse ist und die Denkweise gegen die Menschheit gerichtet ist, lebst du bereits in einer anderen Dimension.
Ich hoffe, dass jede strahlende Seele gesehen werden kann. ✨
Lasst uns gemeinsam anstrengen.