Sonntag Makro & Marktanalyse

Dieser Bericht wird früher veröffentlicht als üblich, weil der Markt etwas tut, was er seit über einem Monat nicht geschafft hat – und die Auswirkungen sind von Bedeutung.

Zum ersten Mal seit mehreren Zurückweisungen ist #bitcoin über die Silberlinie gestiegen, sie erfolgreich bei einem erneuten Test gehalten und eine klare bullische Bestätigung erzielt. Dieser Bereich hat den Kurs zuvor fünfmal gestoppt.

Dies ist kein Zufall. Es deutet darauf hin, dass der kurzfristige Verkaufsdruck aufgefangen wurde und der Preis weiter nach oben expandieren kann, bevor der größere Trend wieder aufnimmt.

Das ist genau das Szenario, auf das ich gewartet habe.

Nachdem $BTC C mein Ziel im Abwärtstrend nahe 80k erreicht hatte, erklärte ich offen, dass eine Erholungsbewegung in Richtung 97–107k vor einer Fortsetzung nach unten durchaus möglich sei.

Deshalb habe ich Spot-Positionen nahe 85k angehäuft, mit einem geplanten Ausstieg in jenen Bereich. Aufgrund der aktuellen Struktur scheint der Markt nun bereit, diese Bewegung zu liefern.

Daher skaliere ich in Short-Positionen zwischen 97k und 107k ein, verteile das Kapital auf mehrere Einstiege anstelle, sich auf einen einzigen Preis zu verlassen.

Dieser Ansatz ermöglicht es mir, bei steigender Volatilität ein optimales Durchschnittspreisniveau zu erreichen. Bei einem Handelskapital von 10k würden diese Mittel in zwölf separate Aufträge innerhalb dieses Bereichs aufgeteilt – diszipliniert, systematisch und emotionslos.

Gleichzeitig halte ich meine Short-Positionen im höheren Bereich zwischen 115k und 125k. Diese Aufträge sind keine Prognosen – sie sind Vorbereitung. Wenn der Markt so weit ausgedehnt wird, möchte ich positioniert sein, nicht reaktiv.

Trotz der kurzfristigen Stärke bleibt meine makroökonomische Haltung entschieden bärisch. Ich erwarte weiterhin eine Bewegung unter 70k in den kommenden Monaten.

Die Liquiditätswarnung, über die niemand reden möchte

Am Neujahrstag hat die Federal Reserve 106 Milliarden Dollar über Übernacht-Repo-Operationen in das System eingebracht.

Dies war keine kleine oder routinemäßige Maßnahme – es war die größte Einzel-Tages-Nutzung von Repo-Vorgängen in der Geschichte.

Der wichtigere Punkt ist, warum dies jetzt möglich ist.

Im September 2025 hat die Fed, stillschweigend im Einklang mit einer FOMC-Pressemitteilung, die Struktur ihrer ständigen Repo-Anlage verändert. Früher begrenzt auf 500 Mrd. pro Tag, erlaubt die Anlage nun bis zu 240 Mrd. pro Bank, wobei die Obergrenze kumulativ und nicht täglich gilt.

Diese Änderung wurde nicht aus Bequemlichkeit vorgenommen – sie wurde für den Notfall getroffen.

Einfach ausgedrückt: Die Fed bereitet sich auf einen Szenario vor, bei dem mehrere große Institutionen gleichzeitig massive Liquidität benötigen.

Die Geschichte ist eindeutig darüber, was geschieht, wenn Banken unter Stress stehen – Märkte rally nicht; sie lösen sich auf.

Dies ist der Liquiditätsdruck, auf den ich vor Monaten hingewiesen habe, als ich entschieden bärisch wurde. Das, was wir jetzt sehen, passt genau zu diesem Rahmen.

Und dennoch bleiben die Märkte seltsam gelassen.

Insider-Aktivität & Systemischer Stress

Während der Preis steigt, verkaufen Insider weiterhin aggressiv. Gleichzeitig übt der Stress auf dem Metallmarkt – insbesondere Silber – Druck auf die Bilanzen aus und fügt der Bankenlandschaft eine weitere Belastung hinzu.

Liquiditätslücken melden sich nicht laut. Sie treten leise auf und brechen dann gewalttätig auseinander.

Deshalb bleibe ich so positioniert, wie ich es bin.

Ich bin positiv zu Gold und Silber, tief bärisch gegenüber Aktien und Bitcoin und baue aktiv Short-Positionen in beiden Bereichen auf. Wenn der Preis in das 97–107k-Gebiet gelangt, werde ich zusätzliches Kapital in Short-Positionen einsetzen.

Sobald Spot-Positionen ab 85k geschlossen sind, werden diese Gewinne direkt in eine bärische Position umgewandelt.

Das ist keine Emotion.

Das ist kein Hoffen.

Dies ist Vorbereitung.

Der Aufschwung könnte weitergehen – aber die Struktur dahinter ist brüchig.

Und wenn die Liquidität bricht, geschieht das immer schneller, als die meisten erwarten.