1. Lehren aus 2008
Subprime-Hypotheken waren hochriskante Kredite, die verbriefet und als sichere Investitionen vermarktet wurden. Ihr Zusammenbruch löste eine systemische Krise aus, die Banken und globale Märkte zum Einsturz brachte. Die Ansteckung war so schwerwiegend, weil das zugrunde liegende Risiko im Kern des Finanzsystems lag.
2. Die Krypto-Landschaft von heute
Das Ökosystem umfasst jetzt zahlreiche nutzlose L1- und L2-Protokolle zusammen mit hochspekulativen Tokens und Shitcoins, die oft mit BTC gehebelte oder besicherte sind. Exponentielles Wachstum und Hype haben ein strukturell fragiles Umfeld geschaffen.
3. Bitcoin unter Druck
Sollten Shitcoins zusammenbrechen, während $BTC als Sicherheit dient, könnten Zwangsliquidationen erhebliche Preisschwankungen auslösen. In Extremszenarien sind Kursverluste von 60–70 % plausibel und würden die allgemeinen Erwartungen weit übertreffen, bevor eine Stabilisierung eintritt.
4. Warum die #2008 -Analogie zutrifft
• Shitcoins und redundante Schichten = Subprime
• Hohe Hebelwirkung und risikoreiche Protokolle = Finanzverbriefung
• Panik und kaskadierende Liquidationen = Dominoeffekt auf die Vermögenspreise
Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass BTC ein robustes Netzwerk bleibt; sein Marktwert kann jedoch stark beeinträchtigt werden, wenn er mit spekulativen Sicherheiten verknüpft wird.
5. Strategische Erkenntnis
Bitcoin bleibt ein fundamental solider Vermögenswert, doch wer ihn lediglich als „digitales Gold“ betrachtet, sollte sich bewusst sein, dass kurz- bis mittelfristige Preisrückgänge aufgrund systemischer Altcoin-Pleiten und unhaltbarem Hype erheblich sein können. Die Trennung des Kernbestands von spekulativen Anlagen ist daher unerlässlich.
„In einem Markt, der auf Hype und Hebelwirkung basiert, ist selbst Bitcoin nicht immun.“
Das Netzwerk überlebt, aber der Preis könnte stärker fallen, als die meisten erwarten.“

