Große Banken bewegen sich langsam in Richtung Bitcoin und Krypto. Gleichzeitig bauen spezialisierte Anbieter ihre Dienste aus. Die US-Banken zeigen, dass Krypto nun zu ihrem Standardangebot gehört. Jahrelang galt der Bereich nur als Nische, doch das ändert sich jetzt.

Bank Morgan Stanley meldet Bitcoin- und Solana-ETF an – jetzt erwacht das FOMO

Der Schwung für das Jahr 2026 nahm gestern zu, als die Bank of America (BofA) offiziell begann, ihren Vermögensverwaltungskunden zu empfehlen, bis zu vier Prozent ihres Portfolios in digitale Vermögenswerte zu investieren. Das bedeutet, Krypto wird als ernsthafter Teil einer breiten Anlagestrategie anerkannt.

Im Vorfeld dieser Ankündigung berichtete BeInCrypto schon Anfang Dezember, dass BofA plante, vier Bitcoin ETFs abzudecken – darunter BITB, FBTC, Grayscale Mini Trust und IBIT – und zwar ab dem 5. Januar 2026.

Heute steigt auch Morgan Stanley ein. Die Bank beantragt Bitcoin und Solana ETFs. Damit kommt ein weiterer großer Spieler hinzu, der Krypto als seriöse Anlage anerkennt.

Mit der S-1 Registrierung setzt Morgan Stanley einen wichtigen Meilenstein bei der Krypto-Adoption im traditionellen Finanzbereich. Die Bank verwaltet 1,6 Billionen USD und ermöglicht ihren Kunden Zugang zu Bitcoin und Solana über regulierte Anlageprodukte.

Dieser Schritt zeigt den Trend: Immer mehr Wall-Street-Firmen machen aus regulatorischen Anmeldungen echte Produkte. Sie bleiben nicht bei Tests, sondern werden aktiv.

Beide Ereignisse zusammen zeigen, wie traditionelle Finanzinstitute auf den FOMO-Impuls des Marktes reagieren. Sie bieten Krypto-Dienste an, bevor die Nachfrage der Kunden zu groß wird.

„In nur vier Monaten haben wir eines der am schnellsten wachsenden und stärksten Bitcoin-Unternehmen der Welt aufgebaut. Stolz verkünden wir, dass American Bitcoin jetzt auf Platz 19 der größten öffentlichen Bitcoin-Treasuries steht … Diszipliniertes Kaufen. Unermüdliche Umsetzung. Das Beste kommt noch”, schrieb Eric Trump kürzlich.

Auch andere US-Banken erweitern schon länger ihr Krypto-Angebot. JPMorgan Chase ist mit Projekten wie JPM Coin dabei. Das ist ein bankeigener Token für Blockchain-Zahlungen. Zudem baut die Bank weitere Infrastruktur für digitale Vermögenswerte auf.

Goldman Sachs betreibt nach wie vor Krypto-Handelsplätze und bietet institutionellen Kunden wieder Zugang zu Krypto-Märkten. Citigroup ist noch am Anfang, hat aber Interesse an Verwahrung und Handel bekundet.

Charles Schwab plant, Bitcoin und Ethereum direkt an seinen Kundenplattformen anzubieten. Die PNC Bank kooperiert mit Coinbase, sodass Kunden einfach über ihre Konten mit Krypto handeln können.

Banken testen Krypto-native Produkte – Klare Regeln fördern schnelle Adoption

State Street entwickelt Stablecoins und Token-Angebote wie Anleihen und Anteile an Geldmarktfonds. Man sieht: Banken testen nicht nur Handel und Verwahrung, sondern gehen einen Schritt weiter und bieten Krypto-Produkte, die es vorher so nicht gab.

US Bank (US Bancorp) ist bei Verwahrungsdiensten aktiv und hat die Verwahrung von Bitcoin für institutionelle Investoren wieder aufgenommen. Dazu gehört auch die Betreuung von ETFs.

„…wir freuen uns, den Service dieses Jahr wieder anbieten zu können. Nach mehr Klarheit bei den Regeln haben wir unser Angebot erweitert und bieten jetzt auch Bitcoin ETFs. So können wir für Manager Verwahrungs- und Verwaltungsdienste aus einer Hand bieten”, sagte Stephen Philipson, Vizechef bei US Bank Wealth, Corporate, Commercial und Institutional Banking, im September.

BNY Mellon bleibt unter anderem ein Vorreiter bei der Absicherung von BTC- und ETH-Beständen – mit speziellen Plattformen.

Spezialisierte Krypto-Banken und neue Partnerschaften in der Fintech-Branche spielen zudem eine wachsende Rolle.

  • Cross River Bank, FDIC-versichert, arbeitet mit Coinbase zusammen. So laufen Krypto-Transaktionen über APIs ab.

  • Anchorage Digital war die erste Krypto-Bank mit US-Bundeslizenz. Hier geht es um Verwahrung und Blockchain-Dienste für Institutionen.

  • Custodia Bank, früher Avanti Bank, bietet spezialisierte Krypto-Dienste an und hat eine Genehmigung aus Wyoming. Daraus entsteht ein wachsendes Netzwerk von Banken extra für digitale Werte.

Die Entwicklung bei den Regeln war ein wichtiger Motor. Neue Klarstellungen von der Federal Reserve, OCC und FDIC erlauben es jetzt Banken, Krypto-Werte zu verwahren, Geschäfte zu vermitteln und digitale Dienste anzubieten.

Das gibt traditionellen Häusern die Sicherheit, ihre Krypto-Produkte offen vorzustellen, statt sich nur im Hintergrund zu halten. Somit entsteht ein Wendepunkt für die breite Annahme von Krypto-Dienstleistungen.

Die aktuellen Entwicklungen sehen so aus:

  • Verwahrung und institutionelle Produkte markieren die erste Stufe der Einführung,

  • danach folgen Vermögensverwaltung und ETFs,

  • Partnerschaften mit Börsen ermöglichen es Banken, ohne eigene Infrastruktur in den Markt einzusteigen.

Da die regulatorische Klarheit zunimmt, werden voraussichtlich weitere Unternehmen folgen. Dies stärkt zudem die Position von Krypto im klassischen Finanzsystem.

Chart des Tages

Hier ist eine Übersicht mit weiteren aktuellen Krypto-Nachrichten:

  • Bitcoin-ETFs verzeichnen den größten Zufluss seit drei Monaten, da BlackRock einen grundlegenden Wandel in der Krypto-Struktur andeutet.

  • Werden Kapitalmärkte MicroStrategys Bitcoin-Experiment weiterhin finanzieren, auch ohne zusätzliche Prämie?

  • Neues Update: Kraken widerspricht Vorwürfen über Darknet-Zugang.

  • Diese Bitcoin-Kursmarke könnte den Bärenmarkt vom Bullenmarkt trennen.

  • Arbitrage-Bots dominieren Polymarket und erzielen Millionen an Gewinnen, während Menschen das Nachsehen haben.

  • Die Krypto-Überwachung wird in Indien gestärkt, da 49 Börsen sich bei der FIU registrieren.

  • Bitcoin-Whales verstärken ihre Börsenaktivitäten Anfang 2026, während die Liquidität immer fragiler wird.

Krypto-Aktien: Überblick vor Börsenstart

UnternehmenSchlusskurs am 5. JanuarVorbörslicher ÜberblickStrategy (MSTR)164,72 USD165,41 USD (+0,42 Prozent)Coinbase (COIN)254,92 USD256,00 USD (+0,42 Prozent)Galaxy Digital Holdings (GLXY)26,30 USD26,32 USD (+0,076 Prozent)MARA Holdings (MARA)10,59 USD10,58 USD (-0,10 Prozent)Riot Platforms (RIOT)14,79 USD14,79 USD (0,00 Prozent)Core Scientific (CORZ)16,73 USD17,35 USD (+3,71 Prozent)

Krypto-Aktien Marktstart: Google Finance