Konflikt zwischen den USA und Venezuela: Warum ist Bitcoin so ruhig?

In der geopolitischen Arena zu Beginn des Jahres 2026 sind neue Risiken entstanden – der Konflikt zwischen den USA und Venezuela hat sich verschärft. Während globale Finanzexperten und Ökonomen nervös sind, bleiben Krypto-Händler ruhig. Analysten sagen, dass es am vergangenen Wochenende keine Anzeichen von Panik auf dem Bitcoin-Markt gab.

Das weltweit erste Krypto-Asset liegt derzeit knapp unter der Marke von $90.000. Experten erinnern sich auch daran, dass scharfe Veränderungen auf der globalen Bühne sich immer zuvor auf risikobehaftete Anlagen ausgewirkt haben. Die aktuelle Situation lässt einen fragen: Ist der Markt widerstandsfähiger gegen geopolitische Schocks geworden?

Am Freitag, den 2. Januar, führten die USA Luftangriffe auf Caracas und dessen Umgebung durch. Die amerikanischen Behörden gaben die Festnahme von Präsident Maduro und seiner Frau, Silia Flores, bekannt, die in die Vereinigten Staaten gebracht wurden.

In New York werden Anklagen im Zusammenhang mit Drogen-Terrorismus gegen Maduro erhoben. Dies berichteten amerikanische Beamte. Diese Operation markierte eine direkte militärische Intervention der USA in lateinamerikanische Angelegenheiten: der herausragendste Präzedenzfall seit Jahrzehnten.

Trotz der Tatsache, dass die Nachrichten die Märkte (insbesondere Öl) aufgewühlt haben, war die Reaktion von Bitcoin auf die Ereignisse zurückhaltend. Der BTC-Preis fiel kurzzeitig unter $90.000, stabilisierte sich dann jedoch und erholte sich. Am Wochenende schwankte er im Bereich von $91.000-$93.000.

Derzeit sind ein stabiler Bitcoin und das Fehlen von Panik besonders auffällig. Viele finden dies alarmierend, aber eine Reihe von Investoren sind zuversichtlich, dass der Markt einfach „reifer“ geworden ist.

On-Chain-Analysedaten helfen, diese Ruhe zu erklären. Eine aktuelle CryptoQuant-Studie, die dem Nettostrom von Mitteln auf Börsen (Exchange Netflow) gewidmet ist, hat keinen Anstieg der Münzeinlagen im Zusammenhang mit den Nachrichten aus Venezuela festgestellt. Erinnern wir uns, dass Exchange Netflow ein Indikator ist, der verfolgt, ob Bitcoin auf oder von Handelsplattformen bewegt wird.

Historisch gesehen deutet ein starker Anstieg der Zuflüsse auf eine Vorbereitung zum Verkauf hin. Diesmal deuten die Daten das Gegenteil an.

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