📅 6. Januar | Globale Kryptomärkte
Seit Jahren baute Polymarket seinen Ruf auf einem starken Versprechen auf: Prognosemärkte ohne Provisionen zu betreiben, wodurch Volumen, Liquidität und kollektive Intelligenz die Arbeit erledigen konnten. Diese Erzählweise war entscheidend, um Händler, Analysten und algorithmisches Kapital anzuziehen. Doch wenn ein Produkt zu schnell wächst, kollidiert das ideale Modell mit der operativen Realität.
💬 Polymarket hat in einem bestimmten Bereich seiner Plattform Handelsprovisionen eingeführt: den schnell ablaufenden Kryptomärkten, die alle 15 Minuten abgeschlossen werden. Diese Märkte ermöglichen es Nutzern, darauf zu wetten, ob der Preis eines Vermögenswerts innerhalb extrem kurzer Intervalle steigen oder fallen wird und sind seit ihrer Einführung Ende 2025 einer der am häufigsten genutzten Produkte von algorithmischen Händlern und Bots geworden.
Die Änderung markiert einen Bruch mit der historischen Politik der Plattform, die bis jetzt ohne Erhebung direkter Gebühren von Händlern betrieben wurde. Laut der aktualisierten Dokumentation werden die meisten Polymarket-Märkte provisionsfrei bleiben, aber 15-minütige Krypto-Verträge enthalten jetzt eine Gebühr, die nur für Taker gilt, also für diejenigen, die Liquidität aus dem Buch entnehmen.
Polymarket erklärte, dass diese Provisionen nicht darauf abzielen, direkte Einnahmen zu maximieren, sondern ein Anreizprogramm für Marktteilnehmer zu finanzieren. Die gesammelten Mittel werden täglich in USDC als Liquiditätsrückzahlungen umverteilt, mit dem Ziel, die Marktiefe zu verbessern und die Spreads bei schnelllebigen Produkten zu reduzieren.
Obwohl das Unternehmen den genauen Prozentsatz nicht bekannt gab, zeigt die Dokumentation, dass die Gebühren auf bis zu 3% ansteigen können, abhängig von der Größe des Handels und dem Wahrscheinlichkeitswert, zu dem die Bestellung ausgeführt wird. Die Provisionen sind am höchsten, wenn der Markt nahe 50% ist, wo die Unsicherheit maximal ist, und nehmen ab, je näher die Wahrscheinlichkeit den Extremen kommt.
Derzeit decken diese schnellen Märkte Vermögenswerte wie Bitcoin, Ether, Solana und XRP ab und haben sich zu einer Hochumsatznische innerhalb der Plattform entwickelt, auch wenn das größte Volumen weiterhin auf politische und makroökonomische Ereignisse fokussiert ist. Analysten sind sich einig, dass die Bewegung eher auf ein Bedürfnis nach Anpassung der Marktstruktur als auf eine einfache Änderung des Geschäftsmodells reagiert.
Thema Meinung:
Die Einführung von Gebühren im aktivsten und spekulativen Segment zeigt, dass reibungsloses Wachstum Grenzen hat, insbesondere wenn Bots, aggressive Arbitrage und volatile Liquidität ins Spiel kommen. Gleichzeitig zeigt die Umleitung dieser Kommissionen an Marktteilnehmer ein reifes Verständnis des Problems: Ohne gesunde Liquidität verliert die Vorhersage an Bedeutung.
💬 Ist dies der erste Schritt zu einem „traditionelleren“ Polymarket?
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